Im Stahlwerke Becker wird noch bis Sonntag Werbung für Holzhäuser, Lehmputz und Pelletheizungen gemacht.

Ludwig Baumeister stellt sein hölzernes Ökohaus mit Fenstern vor, die eine dreifache Verglasung haben.
Ludwig Baumeister stellt sein hölzernes Ökohaus mit Fenstern vor, die eine dreifache Verglasung haben.

Ludwig Baumeister stellt sein hölzernes Ökohaus mit Fenstern vor, die eine dreifache Verglasung haben.

Friedhelm Reimann

Ludwig Baumeister stellt sein hölzernes Ökohaus mit Fenstern vor, die eine dreifache Verglasung haben.

Willich. Mit zehn Ausstellern fällt die dritte Öko-Bau-Ausstellung im Gründerzentrum diesmal etwas kleiner aus als in den beiden Vorjahren. Sie ist trotzdem ein lohnenswertes Ziel für alle, die ihr Haus sanieren oder neu bauen wollen.

Im Gründerzentrum kann noch bis einschließlich Sonntag ein Umdenken einsetzen: Muss ein Haus wirklich aus Stein bestehen? Auf der Ausstellung wird Holz als Baumaterial in den Mittelpunkt gerückt.

Wer einen Gebrauchtwagen kauft, tut gut daran, das Fahrzeug vor Vertragsabschluss von einem Fachmann gründlich durchchecken zu lassen. Markus Geiger, Baubiologe aus Tönisvorst, kann beim Kauf einer gebrauchten Immobilie hilfreich sein, besonders, wenn es sich um ein älteres Fertighaus handelt: „Die Sanierung kann leicht bis zu 100 000 Euro kosten“, erklärte Geiger, der auch Schadstoffanalysen vornimmt und Wasserschäden entdecken kann.

Geworben wird auch für ein Haus von Bernd Neitsch, geplant von Franz-Josef Lohre, Architekt aus Jüchen. „Unsere Holzhäuser sind zehn Prozent teurer als gemauerte Häuser“, erklärte Neitsch. Sie benötigen allerdings nicht mehr als 70 Kilowattstunden Heizenergie pro Quadratmeter und Jahr.

Steigende Heizölpreise werden erwartet

Für Holzhäuser mit Lehmputz-Wänden wirbt im Gründerzentrum Wilhelm Menting aus Schermbeck, Inhaber der „LehmOase“: „Lehmwände sorgen für deutlich reduzierte Staubbildung und sind bestens für Allergiker geeignet“, sagt Menting.

Die Ökobau-Ausstellung wurde vom Arbeitskreis Öko-Bau und dem Umweltamt der Stadt Willich organisiert.

Die Ausstellung ist noch am Samstag von 10 bis 18 Uhr und Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Beinahe im Stundentakt gibt es Vorträge zu unterschiedlichen Themen des ökologischen Bauens.

Ludwig Baumeister aus Krefeld, Inhaber der Firma Projekta, ist es gewohnt, gegen Vorurteile zu kämpfen: „Die Leute hier wollen Steinhäuser, in Baden-Württemberg ist das ganz anders.“ Seine Holz-Konstruktionen, die im Schwarzwald gefertigt werden, kosten bezugsfertig rund 2000 Euro pro Quadratmeter. Sein Argument für alle, die am Werkstoff zweifeln: „Die ältesten erhaltenen Holzhäuser stammen aus dem 13. Jahrhundert.“

Markus Rossmüller vom Krefelder Ingenieurbüro Eukom ist Ansprechpartner, wenn es um erneuerbare Energien geht: „Pelletheizungen sind immer noch rund 30 Prozent günstiger als Ölheizungen.“

Franz Bergen aus Dormagen hat einen Großhandel für alles, was mit erneuerbaren Energien zu tun hat. Seine Einschätzung: „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Liter Heizöl über einen Euro kostet.“

Manfred Blechschmidt, Vorsitzender des Arbeitskreises Öko-Bau und Händler von Öko-Baustoffen, hat auf dem Parkplatz des Gründerzentrums ein kleines Haus aufgebaut. Hier können Interessierte erleben, wie gut eine Weichholzfaserdämmplatte im Vergleich zu Styropor und Mineralwolle schallisolierend wirkt.

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