Die Künstler Reinhardt und Martin Heinen stellen erstmals gemeinsam aus.

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Im Wohnhaus von Reinhardt Heinen (l.) stellte der Künstler gemeinsam mit seinem Sohn Martin aus. Während der Vater malt, bevorzugt der jüngere Heinen das Kunstmedium Computer.

Im Wohnhaus von Reinhardt Heinen (l.) stellte der Künstler gemeinsam mit seinem Sohn Martin aus. Während der Vater malt, bevorzugt der jüngere Heinen das Kunstmedium Computer.

Friedhelm Reimann

Im Wohnhaus von Reinhardt Heinen (l.) stellte der Künstler gemeinsam mit seinem Sohn Martin aus. Während der Vater malt, bevorzugt der jüngere Heinen das Kunstmedium Computer.

Anrath. Der Apfel fällt bekanntlich nicht weit vom Stamm: Der Anrather Künstler Reinhardt Heinen (55) stellte am Wochenende in seinem Haus am Amselweg zum ersten Mal gemeinsam mit Sohn Martin (20) aus.

Der eine ist Kunstlehrer, zeigte eine enorme Bandbreite künstlerischen Schaffens, der andere Gestaltungstechnischer Assistent mit dem Berufswunsch "Mediendesigner" und einer besonderen Leidenschaft für Computergrafiken.

Von Fotorealismus bis Kubismus reicht Reinhardt Heinens Spektrum

Reinhardt Heinen, Kunst- und Religionslehrer an einem Kempener Gymnasium, zeigte unter anderem Bilder, die deutlich älter sind als sein Sohn. So entstanden Kunstwerke mit Harzölfarbe nach Rezepten der "alten Jungs aus dem 17. Jahrhundert". Seine Jugendliebe und spätere Frau malte er im Stile Jan Vermeers beinahe fotorealistisch. Kubismus und Surrealismus gehen auf einigen Bildern eine Koexistenz ein.

Jetzt erstmals zu sehen: Die großformatigen Aquarelle in Blau - Impressionen mit Anleihen vor allem aus dem Kubismus, durchkalkuliert und imposant. Ganz anders die Niederrhein-Eindrücke rund um Anrath, bestehend aus unzähligen Rechtecken: Fotos und Malerei. Latten reliefartig geklebt, bemalt und zum Teil mit Blattgold abgedeckt: "Flugengel" nannte Reinhardt Heinen diese Collage aus dem Jahre 1985.

Eine neue Collage zeigt einen Künstler, der sich vor allem an der Pop Art orientiert hat. Im Treppenhaus hängen alte Bleistiftzeichnungen - Porträts, mit feinem Strich gemalt. Direkt daneben Bilder, die wie ein Gruß aus einer anderen Welt wirken: Computerkunst von Sohn Martin, der mehr als ein Hauch von Intergalaktischem anhaftet.

Das relativ neue Medium, der PC, reizt den Sohn so wie den Vater einst die Videokunst. "Zeichnen kann ich auch, aber es macht mir keinen großen Spaß", erklärt der 20-Jährige, der das Berufskolleg für Technik und Medien in Mönchengladbach absolviert hat und jetzt am liebsten in Krefeld Mediendesign studieren möchte.

Ist das ein Adlerkopf, der Feuer speit? Prallt da Materie mit großer Geschwindigkeit aufeinander? Martin Heinen begnügt sich mit Andeutungen, lässt Raum für die Phantasie des Betrachters. Mehr poetisch als intergalaktisch: Eine Computergrafik, die an das Sprießen einer Pflanze aus dem Boden erinnert. Der 20-Jährige arbeitet vornehmlich mit Photoshop und baut gezielt Effekte in seine Arbeiten ein. Einen Einblick gewährt er unter: www.webdesign-united.de

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