Die Justizministerin über die Zukunft der JVA.

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Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter.

Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter.

Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter.

Anrath. Zweieinhalb Jahre, nachdem sie den ersten Spatenstich der neuen Frauenhaftanstalt begleitet hat, war Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter am Montag erneut in Anrath. Diesmal, um auf Einladung der CDU die Bürger über die Zukunft der Willicher Justizvollzugsanstalt bei einem Bürgerforum auf dem Laufenden zu halten.

Im Juni, so die Ministerin , werde der Neubau des Frauengefängnis endlich bezugsfertig sein. Was mit dem alten Gebäude passieren soll, ist derzeit noch strittig. Wenn das Haus neue Gefangenen aufnehmen sollte, müsste es zuvor grundsaniert werden, um den heutigen gesetzlichen Gegebenheiten zu entsprechen. Ebenso verhalte es sich mit dem Männergefängnis Willich I.

Die Zellen haben eine zu geringe Grundfläche, die Sanitäranlagen sind renovierungsbedürftig und auch die Belichtung lasse zu wünschen übrig, ganz zu schweigen von den Sicherheitsstandards. "Beide Anstalten genügen den heutigen Anforderungen nicht mehr", sagt die Ministerin und blickt streng über den Rand ihrer Brille. Allerdings sehe das bei den beiden Zweigstellen ähnlich aus.

"Wir würden die Zweigstellen Gladbach und Krefeld gerne nach Willich übernehmen", sagt Müller-Piepenkötter. Denn wenn das alte Frauengefängnis erst einmal leer stehe, gebe es genug Platz für die dort untergebrachten Gefangenen in Untersuchungshaft und den kurzzeitigen Strafgefangenen. Allerdings müssen zuvor noch Geld- und Denkmalschutzfragen geklärt werden. Müller-Piepenkötter betonte, dass die JVA auf ihrem Gelände bleibt.

Nach einer Fragerunde sagte die Ministerin, sie wolle die Anregungen der Anrather - unter anderem sorgten die sich um den Denkmalschutz, um zunehmende Besucherströme von Angehörigen Inhaftierter und die Größe der Belegschaft - bei weiteren Planungen bedenken.

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