Menschen: Die Anratherin Linda Shalaby hat an einem Medientraining der Evangelischen Kirche teilgenommen und jede Menge dazu gelernt.

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Sprechen Sie in dieses Mikrophon: Linda Shalaby trainiert Interviews. Als Partnerin fungiert ihre Mutter Karola.

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Kurt Lübke

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Anrath. Es hat viel Spaß gemacht, war anstrengend - und sie hat einiges dazu gelernt. Das ist das Fazit, das Linda Shalaby zieht. Die 18-jährige Anratherin, die die zwölfte Stufe der Willi-Graf-Europaschule in Willich besucht, hat am medienpädagogischen Projekt "News4U - Jugend macht Medien" der evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) teilgenommen.

Zum nunmehr sechsten Mal ging das Projekt an den Start. Dabei bekommen Jugendliche im Alter von 15 bis 19 Jahren ein intensives journalistisches Training. In diesem Jahr waren es neben der Anratherin elf weitere junge Menschen aus dem Rheinland, die ein insgesamt 19-tägiges Journalistenprogramm sowie ein dreiwöchiges Praktikum absolvierten.

Durch ein Flugblatt aufmerksam geworden

"Ich bin auf das Angebot durch einen Flyer aufmerksam geworden, der an unserer Schule im Fach der Schülerzeitung lag", erzählt Linda Shalaby. Sie selbst leitet die Schülerzeitung mit, ist Schulsprecherin der Gesamtschule und hat schon einiges an Schulveranstaltungen und auch Außerschulisches moderiert. Hörfunk und Fernsehen sind dabei die Medien, die sie besonders stark interessieren.

Das Vorwissen war bereits vorhanden

Die Möglichkeit, weitere Erfahrungen zu sammeln und Neues zu lernen veranlasste die 18-Jährige, sofort eine Bewerbung zu schreiben. Journalistisches Vorwissen war dabei eine Voraussetzung.

Das konnte die Gesamtschülerin aber nicht nur über die Schülerzeitung einbringen, sondern auch über ein dreiwöchiges Schülerpraktikum bei 1Live. "Ich habe Hörproben dazu gepackt und ein knackiges Anschreiben geschrieben", erinnert sich Linda Shalaby.

Beim Vorstellungsgespräch überzeugte die junge Frau

Die Einladung zum Bewerbungsgespräch in Düsseldorf folgte und auch hier überzeugte sie. Im Februar ging es dann mit dem ersten Workshop los. "Die verschiedenen Workshops fanden von freitags bis sonntags in Düsseldorf statt. Das war in der Klausurzeit schon stressig. Man kam von der Schule und ab nach Düsseldorf. Sonntags ging es zurück und montags startete die Schule wieder", erzählt sie.

Ob die Basiswerkstatt mit Interviewtraining, die Print-, Hörfunk-, Fernseh- oder die Online-Werkstatt, das Produktionstraining und die Projektauswertung zum Abschluss - gelernt wurde jede Menge.

Leider fielen die Fernseh-Praktika aus

Mit ihrem dreiwöchigen Praktikum fiel Linda Shalaby ein bisschen aus dem Rahmen. "Ich wollte gerne beim Fernsehen mein Praktikum absolvieren, weil mich das neben dem Hörfunk am meisten interessiert", berichtet sie. Doch aus organisatorischen Gründen fielen die geplanten Fernsehpraktika weg. Eine herbe Enttäuschung für die 18-Jährige.

Doch sie ließ sich nicht entmutigen und machte sich im Alleingang auf Praktikumsuche, was eigentlich nicht üblich ist im Rahmen von "News4U". Das Fernsehen war es dann zwar nicht, wo sie landete, aber die neue Stelle war nicht minder spannend und lehrreich.

Herausforderungen bei den Menschenrechtlern in Israel

"Ich habe mein Praktikum in Israel bei einer Menschenrechtsorganisation gemacht und durfte dort sehr viel machen. Die Grundsprache war englisch und ich durfte ins deutsche übersetzen und mit den deutschsprachigen Medien arbeiten", erzählt Linda voller Begeisterung.

Eine tolle und schöne Zeit, denn sie lebte in Israel bei der Familie ihres Vaters. Nun aber freut sie sich über das Zertifikat der evangelischen Medienakademie und hofft, demnächst einmal bei einem Fernsehsender hineinschnuppern zu können. Und das ganz große Ziel ist jetzt erst einmal das Abitur.

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