Weiter Streit um verkleinerte Meitner-Mensa.

Anrath. Scharfes Geschütz fährt die SPD gegen Schuldezernentin Brigitte Schwerdtfeger und den Vorsitzenden des Schulausschusses, Christian Pakusch (CDU), auf.

Beide hätten die Mitglieder der Schulpflegschaft des Lise-Meitner-Gymnasiums Anfang November im Glauben gelassen, es komme 2011 zum Bau der großen Mensa.

"Dies geschah zu einem Zeitpunkt, als schon längst in allen Fraktionen über eine kleinere, Investitions- und Folgekosten sparende Lösung beraten wurde", verrät Fraktionschef Bernd-Dieter Röhrscheid. Schwerdtfeger (Foto) und Pakusch seien dann von der CDU-Fraktion "zurückgepfiffen worden".

Die hatte am Wochenende beschlossen, dass die von Kämmerer Willy Kerbusch vorgeschlagene kleinere Lösung umgesetzt werden soll.

Bei den Folgekosten könne viel gespart werden

Die SPD habe angesichts der schwierigen Lage der städtischen Finanzen alle großen Investitionen auf den Prüfstand gestellt, so Röhrscheid. Ergebnis: "Die Folgekosten für die größere Mensa betragen mehr als 40.000 Euro pro Jahr im Vergleich zu der abgespeckten Version. Über 30 Jahre gerechnet, kommen so etwa 1,2 Millionen Euro zusammen, die dringend im sozialen, kulturellen und im Bildungsbereich der Stadt benötigt werden."

Bei allen Vereinen und sozialen Organisationen seien die Zuschüsse schon drastisch gekürzt worden, weiteres Sparen sei nicht zumutbar. Dagegen sei die neue Planung der Mensa "zweckmäßig und zweckdienlich und wenn notwendig auch erweiterbar". Mit großer Mehrheit schloss sich die SPD-Fraktion dieser Meinung an.

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