Kilt und Rüstung waren am Malbauer Trumpf. Der Reit- und Fahrverein hatte eingeladen.

Beim Baumstamm-Werfen wurden beachtliche Leistungen erzielt.
Beim Baumstamm-Werfen wurden beachtliche Leistungen erzielt.

Beim Baumstamm-Werfen wurden beachtliche Leistungen erzielt.

Hoch zu Ross lieferten sich Ritter packende Zweikämpfe.

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Beim Baumstamm-Werfen wurden beachtliche Leistungen erzielt.

Anrath. Anrath ist auf den Rock gekommen. Genauer gesagt, auf den Schottenrock. Denn der war bei den ersten Anrather Highland Games am Malbauer Pflicht, auch für die Herren der Schöpfung.

Jung und Alt, Mann und Frau, stürzten sich im Karierten in den Kampf und waren sehr zuversichtlich, daraus als Sieger hervorzugehen. Die verschiedenen Teams, von Sportfreunden bis zur Landjugend, bestanden aus sechs Personen.

Allein die Landjugend war mit drei Mannschaften angereist. "Highland Games sind verrückt. Wir sind noch verrückter, wir nehmen daran teil", so erklärten sie ihr Antreten.

Beim Tauziehen spritzte der Matsch

Unter dem Jubel der Zuschauer trugen und warfen die "Highlander" Baumstämme, Steine und Strohsäcke. Beim Finale, dem Tauziehen, wurden die nackten Füße in den Boden gestemmt, dass der Matsch nur so spritzte. Aber echten Highlandern macht das nichts aus, und sie kämpften bis in den Abend hinein um den begehrten Siegerpokal.

Moderator Jürgen Stickelbrock, Vorsitzender des ersten Nettetaler Highlander-Vereins, moderierte das Event. "Ich bin überrascht, welche Spitzenleistungen gerade bei den Frauen erreicht wurden", sagte er. "Mir haben diese Highland Games sehr gut gefallen. Und das Wetter hat auch mitgespielt"

16 Teams traten zu den Highland Games des Reit- und Fahrvereins Hubertus Anrath-Neersen auf der Reitanlage Am Malbauer an. Das Spektakel stand unter dem Motto "Von den Rittern bis in die Neuzeit - Turniere, Spiele und Sport aus den Jahrhunderten". Anlass war das Jubiläum "1000 Jahre Anrath".

Der Tag endet mit einer großen Dorfparty mit DJ Chris im Festzelt.

Den Besuchern wurden aber nicht nur die Highland Games geboten. "Mittelalter bis heute: (Ritter-) Turniere - Spiele - Wettkämpfe", so lautete ein Thema des Festtages. Sie konnten über einen kleinen Basar schlendern und sich Ritter "Ludwig von Hammerstein" und seine Gegner im Wettkampf zu Pferd anschauen und auch einen echten Schwertkampf sehen.

Beim Ponyreiten konnten sich auch die kleinen Ritter ganz groß fühlen oder sich beim Kinderschminken in einen glitzernden Schmetterling verwandeln. Udo Noack, Vorsitzender des Reit- und Fahrverein Hubertus Anrath-Neersen und einer der Organisatoren der Highland Games, war begeistert von dem Festtag.

"Am Anfang hatten wir alle ziemliche Bauchschmerzen", berichtete er. "Schließlich haben wir so etwas noch nie gemacht. Aber die Resonanz war toll." Und er ist sich sicher: "Das ruft nach Wiederholung." Mit einer weiteren Vorführung der Ritter im Fackelschein klang der Abend stimmungsvoll aus.

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