Noch fehlt für einen historischen Markt einiges an Geld. Die Händler prüfen jetzt ein Sponsoring.

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Solche Gestalten und andere sollen die Besucher in Anrath am letzten Maiwochenende 2010 ins Mittelalter führen.

Solche Gestalten und andere sollen die Besucher in Anrath am letzten Maiwochenende 2010 ins Mittelalter führen.

Solche Gestalten und andere sollen die Besucher in Anrath am letzten Maiwochenende 2010 ins Mittelalter führen.

Anrath. Beherrschendes Thema auf der Mitgliederversammlung des Anrather Werberings in der Gaststätte Schmitz-Mönk war die 1.000-Jahr-Feier im kommenden Jahr. "Das ist eine Riesenchance für Anrath, aus dem Dornröschenschlaf zu erwachen", gab Peter Küppers in seinem aufrüttelnden Appell zu verstehen.

"Es sind immer dieselben, die etwas machen."

Jürgen Wingerath, Händler aus Anrath

Dass der Werbering etwas tun sollte, forderte auch Dagmar Zenses, die im Rathaus das Programm zum großen Jubiläum organisiert. "Mehr Leute werden wir nie wieder nach Anrath kriegen als im nächsten Jahr."

Küppers zeigte sich ein wenig enttäuscht: "Der Werbering hat bis jetzt nichts auf die Beine gestellt, weil sich niemand einbringen wollte." "Es sind immer dieselben, die etwas machen", klagte Jürgen Wingerath.

Küppers schlug vor, mal etwas Besonderes für die Mitglieder des Werberings zu veranstalten wie eine Fahrradtour, um in lockerer Atmosphäre Kontakte zu knüpfen. Was könnten die Anrather Händler denn machen? Wie könnten sie sich einbringen?

Diese Frage beantwortete Dagmar Zenses - sie machte den Werbering-Mitgliedern Mut: "Ich sehe die Situation nicht ganz so schwarz, in Anrath passiert schon eine Menge." Und sie verriet, was am letzten Maiwochenende in passieren wird: "Es wird einen Mittelaltermarkt geben."

Im Zentrum von Anrath sollen alte Handwerkskünste präsentiert werde, während im Theodor-Heuss-Park stilechte Action angesagt ist. Mittelalter-Fan Sabine Nießen, die ehrenamtlich Kontakte geknüpft hat, kündigte "ein mittelalterliches Lagerleben" an, ebenso Schaukämpfe in zeitgenössischen Kostümen. Normalerweise zahlen die Besucher Eintritt, um ins Mittelalter eintauchen zu können - zum 1.000-jährigen Bestehen von Anrath soll es jedoch freien Eintritt geben.

Dagmar Zenses erklärte, was das bedeute: "Die historischen Handwerker verlangen Geld für die Vorführung ihrer Handwerkskünste." Der historische Barbier, der mutige Männer vor den Augen des Publikums rasiert, verlange etwa 500 Euro für zwei Tage. "15- bis 20.000 Euro fehlen noch, um aus dem mittelalterlichen Spektakel eine runde Sache zu machen", erklärte Zenses.

"Das ist vom Werbering nicht zu stemmen", so die erste Reaktion des Werbering-Vorsitzenden Friedhelm Commans. Doch dann erklärte er sich bereit, einen alten Handwerkerstand vor seinem Geschäft zu sponsern. Und er sagte zu, dass er kurzfristig eine Sondersitzung einberufen werde mit dem Ziel, weitere Sponsoren aus den Reihen des Werberings zu finden.

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