Anraths Johannesschule steht seit vielen Jahren in Kontakt zu Ländern in allen europäischen Himmelsrichtungen.

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Sie füllen das Wort Europa seit Jahren mit Leben: Schüler und Lehrer der Johannesschule in Anrath freuen sich, dass das NRW-Schulministerium sie als erste Hauptschule im Land mit dem Titel Europaschule schmückt. Links: Lehrer Wolfgang Brock, der Mann für Europa an der Schule. Zweite von rechts: Schulleiterin Karin Kirchmair.

Sie füllen das Wort Europa seit Jahren mit Leben: Schüler und Lehrer der Johannesschule in Anrath freuen sich, dass das NRW-Schulministerium sie als erste Hauptschule im Land mit dem Titel Europaschule schmückt. Links: Lehrer Wolfgang Brock, der Mann für Europa an der Schule. Zweite von rechts: Schulleiterin Karin Kirchmair.

Friedhelm Reimann

Sie füllen das Wort Europa seit Jahren mit Leben: Schüler und Lehrer der Johannesschule in Anrath freuen sich, dass das NRW-Schulministerium sie als erste Hauptschule im Land mit dem Titel Europaschule schmückt. Links: Lehrer Wolfgang Brock, der Mann für Europa an der Schule. Zweite von rechts: Schulleiterin Karin Kirchmair.

Anrath. Donnerstag, den 8. Januar 2009, wird Wolfgang Brock aus zweierlei Gründen nicht vergessen. Erstens wurde seine Tochter an diesem Tag 18 Jahre alt. Zweitens meldete sich das NRW-Schulministerium telefonisch bei ihm und setzte dem Freudentag im Hause Brock noch ein Sahnehäubchen auf. Düsseldorf gratulierte Brock, dem Mann für Europa an der Anrather Hauptschule, zum neuen Titel "Europaschule".

Dieses Zertifikat macht Lehrer Brock, Schulleiterin Karin Kirchmair und Koordinator Helmut Frantzen glücklich und sehr stolz. Denn die Johannesschule ist die erste Hauptschule überhaupt im Reigen der NRW-Europaschulen. Frantzen: "Dass wir das geschafft haben, ist großartig!"

Müssten Kirchmair, Frantzen und Brock das Wort Europa inhaltlich durchbuchstabieren, sie könnten folgendermaßen vorgehen: Ein E für Erfahrung: Schließlich hat sich die Schule schon vor über zehn Jahren nach Ost- und Nordeuropa geöffnet. Ein U für Unterstützung: Ein Benefizkonzert in St.Johannes, bei dem Geld für medizinisches Gerät in Smiltene/Lettland gesammelt wurde, war sozusagen der Beginn der langanhaltenden bilateralen Freundschaft. R wie Regelmäßigkeit: Jedes Jahr sehen sich Schüler aus Anrath, Smiltene und Ungarn; der Schüleraustausch als Heim- oder Auswärtsspiel. O wie Offenheit: Projekte innerhalb des EU-Projektes Sokrates/Comenius öffnen den beteiligten Schülern und Lehrern immer wieder den Blick für Land und Leute.

P wie Partner: Anrath, Smiltene/Lettland, Györ/Ungarn, Turku/Finnland und bald auch Dunajská Streda/Slowakei sind persönlich und medial eng verknüpft. A wie Attraktivität: Europa lebt im Unterricht, in Projekten, im persönlichen Austausch. Frantzen: "Wenn man Schülern Aufgaben gibt, die nicht für den Papierkorb sind, strengen sie sich an." Eine CD mit Liedern verschiedener Länder und ein Kochbuch mit Rezepten sind Zeugnisse dafür.

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