Ausstellung: Die Willi-Graf-Realschule erwartet als Gastgeber viele Besucher aus der Region.

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Mathematik anzufassen kann glücklich machen – in der Willi-Graf-Realschule.

Mathematik anzufassen kann glücklich machen – in der Willi-Graf-Realschule.

Mathematik anzufassen kann glücklich machen – in der Willi-Graf-Realschule.

Schiefbahn. Das Glück kostet zwei Euro. So hoch ist der Eintrittspreis für die Ausstellung "Mathe macht glücklich", die in der Willi-Graf-Realschule gastiert. Die 25Exponate sind ursprünglich in Gießen am Mathematikum zu Hause, das sich für "Mathematik zum Anfassen" stark macht.

Vom ersten Tag an erfährt die Ausstellung in der Bibliothek großes Interesse. "Alle Schüler kamen und wollten rein", freut sich Konrektorin Gabriele Boss. Aber das geht nur nach und nach. Ein Zeitplan ist ausgearbeitet, damit sie nicht überfüllt ist. Denn die Schau wird von Schulen der näheren und weiteren Umgebung besucht. Boss: "Heute waren schon Gesamtschulen aus Mönchengladbach da." Lehramtsanwärter vom Studienseminar werden erwartet, "und eine 9. Klasse von uns war auch schon drin".

"Die waren teilweise richtig begeistert", was nicht hoch genug bewertet werden könne, schließlich sei man in diesem Alter zu Pubertäts-Coolness verpflichtet.

Die Glücksmomente, die vermittelt werden, hängen mehr oder weniger offensichtlich mit dem so unbeliebten Schulfach zusammen. Da ist ein übermannsgroßes Gestell und an dessen Fuß ein Ring voller Seifenlauge, in dem ein weiterer Ring liegt, den man an einem Seil hochziehen kann. Stellt man es richtig an, steht man für einen Augenblick in einer riesigen Seifenblase.

Kunststoffteile unterschiedlicher Form sollen zum T gelegt werden

Mathematiklehrerin Jutta von Hoegen findet die Station "Ich bin eine Funktion" toll. Ein Computerbildschirm zeigt graphisch einen Funktionsverlauf mit Aufs und Abs in Steigungsgraden. Die soll man in ein Hin- und Hergehen auf einer mit Klebeband markierten Linie umsetzten, was von einer Kamera aufgezeichnet wird. Gar nicht so einfach.

Gabriele Boss und Monika Oelschlägel, Lehrerinnen für Französisch und Englisch, führen Aufsicht. Sie haben sich auch schon an den Aufgaben versucht. "Nur das mit dem T habe ich noch nicht raus", sagt Boss und stachelt damit den Ehrgeiz einer Besucherin an. Vier Kunststoffteile verschiedener Form sollen zu einem T zusammengesetzt werden. Unschlüssig schiebt sie die Teile hin und her. Dann legt sie die drei Teile nebeneinander, die unten einen rechten Winkel bilden.

"Eines von denen ist der senkrechte Balken des Ts", sagt sie. "Geniale Herangehensweise", lobt von Hoegen und löst das erste Glücksgefühl aus. Boss und Oelschlägel schauen weiter zu. Ein paar Versuche, der Fall ist gelöst und vier Frauen freuen sich. "Nun wissen Sie, warum Mathe glücklich macht", so von Hoegen.

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