Planung: Die Ortskernsanierung für Anrath nimmt Gestalt an. An der Schottelstraße ist ein Mini-Kreisverkehr vorgesehen.

Anrath. Die Entwurfsplanung zur Ortskernsanierung in Anrath kam im Planungsausschuss bei allen Fraktionen sehr gut an. Die Verwaltung wurde beauftragt, sie als Grundlage für die detaillierte Ausbauplanung zu nehmen. Vor allem rund um die Kirche wird nach der Umsetzung kaum noch etwas so sein, wie es derzeit ist. Georg Schumacher (FDP) sprach von einer „gut tragbaren Lösung“ – im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten sei ein optimales Ergebnis erzielt worden.

Anwohner wollen wissen, was sie zahlen müssen

Paul Schrömbges (CDU) hob lobend hervor, dass im Schatten der Kirche künftig eine höhere Aufenthaltsqualität gegeben sei und dass der Öffentliche Personennahverkehr angemessen berücksichtigt werde. Jetzt müsse mit den unterschiedlichsten Beteiligten wie den Gewerbetreibenden, dem Bürgerverein oder den Anwohner diskutiert werden. Schrömbges machte aber deutlich, dass größere Änderungswünsche wohl kaum berücksichtigt werden können: „Das ist ein eher komplizierter Mechanismus, Veränderungen sind nicht so leicht möglich.“

Was Roland Müller (Die Grünen) lobte: „Mir gefällt, dass kein Haus abgerissen werden muss.“ Arthur Dahmen (CDU) forderte, so schnell wie möglich Klarheit über die Kosten zu schaffen, die auf die Anwohner zukommen: „Die wollen wissen, wie tief sie in die Tasche greifen müssen.“

Die Technische Beigeordnete Martina Stall kündigte für Januar 2011 Gespräche mit dem Einzelhandel in Anrath an. Zur Viersener Straße hin soll der Bereich stärker als Platz wahrgenommen werden. Möglich wäre dies durch eine einheitliche farbliche Gestaltung sowohl der Bürgersteige, als auch der Fahrbahn.

Zur Schottelstraße hin ist ein Mini-Kreisverkehr vorgesehen. Wer aus nördlicher Richtung auf die Kirche zufährt, sieht das Heribert-Denkmal. Er wird auch in die Neersener Straße abbiegen können. Durch die Anordnung des Kreisverkehrs verschieben sich die Straßenflächen Richtung Kirche – das schafft Raum für breitere Bürgersteige an der Nord- und Ostseite. Die Durchfahrt zwischen Kirche und Volksbank wird gesperrt. Geplant ist eine niveaugleiche, sackgassenähnliche Gestaltung mit deutlich mehr Parkplätzen als zurzeit und einer attraktiven Begrünung.

Für den Umbau des Ortskerns wurden folgende Kosten prognostiziert: In den Jahren 2011 bis 2013 950 000 Euro für Kanalbaumaßnahmen sowie im selben Zeitraum gut zwei Millionen Euro Ausbaukosten.

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