Der Doppeljahrgang bereitet sich aufs Abitur vor. Vor allem die mündlichen Prüfungen machen mehr Arbeit.

Gymnasium
So viele Schüler wie noch nie machen in diesem Jahr ihr Abitur. Allein am St. Bernhard-Gymnasium in Schiefbahn sind es 262.

So viele Schüler wie noch nie machen in diesem Jahr ihr Abitur. Allein am St. Bernhard-Gymnasium in Schiefbahn sind es 262.

Astrid Kampmann, Schulleiterin des Lise-Meitner-Gymnasiums

Der Schulleiter des Michael-Ende-Gymnasiums, Paul Birnbrich

Margret Peters, Schulleiterin des St. Bernhard-Gymnasiums

Archiv, Bild 1 von 4

So viele Schüler wie noch nie machen in diesem Jahr ihr Abitur. Allein am St. Bernhard-Gymnasium in Schiefbahn sind es 262.

Willich/Tönisvorst. Das Abitur an sich ist Jahr für Jahr eine besondere Prüfung. Aber in diesem Jahr ist es aufgrund des Doppeljahrgangs außergewöhnlich. Die Jahrgänge G9 und G8 machen gemeinsam das Abitur. „Wenn dieses Halbjahr vorbei ist, dann haben wir etwas geschafft“, sagt Margret Peters (Foto).

Die Schulleiterin des St. Bernhard-Gymnasiums weiß, wovon sie spricht. Seit der Doppeljahrgang läuft, gab es viele Planungen. Jetzt ist der Endspurt eingeläutet, denn im Kollegium bereitet man sich auf das Abitur vor, das aufgrund der hohen Schülerzahl mehr Zeit in Anspruch nimmt als normal.

„Die schriftlichen Prüfungen sind nicht so betroffen, wohl aber die mündlichen. Die doppelte Anzahl von mündlichen Prüfungen schafft man nicht in der gewohnten Zeit von rund anderthalb Tagen. Wir werden zweieinhalb bis drei Tage brauchen“, sagt Peters. Für die anderen Schüler bedeutet das, sie können sich über mehr freie Tage aufgrund der Abitur-Prüfungen freuen.

Aber nicht nur die Prüfungen verschlingen mehr Zeit. Die Zulassung, die sonst von 8 bis 16 Uhr am Schiefbahner Gymnasium für einen Jahrgang läuft, benötigt in diesem Jahr zwei Tage. Es sei alles ein logistisches Problem, man arbeite an der optimalen Lösung, betont Peters.

Auch am Michael-Ende-Gymnasium in St. Tönis stecken Schulleitung und Kollegium in der Detailplanung. Schulleiter Paul Birnbrich (Foto) macht besonders die Abitur-Zeugnisausgabe Sorgen. „Pro Zeugnisübergabe sind es rund anderthalb Minuten für einen Schüler, bei denen er in den Mittelpunkt rückt.

Am Lise-Meitner-Gymnasiums machen in diesem Jahr 204 Schüler ihr Abitur. Am St. Bernhard Gymnasium sind es 262. Mit 160 Abiturienten schlägt das Michael-Ende-Gymnasium auf und 84 Schüler sind es an der Robert-Schuman-Gesamtschule. Die schriftlichen Abitur-Prüfungen starten nach den Osterferien. Die mündlichen Prüfungen folgen im Mai.

Wer hinten im Alphabet steht, muss viereinhalb Stunden warten, bis er oder sie an der Reihe ist. Wir überlegen derzeit, wie wir die Übergabe unterhaltsam machen können, aber nichtsdestotrotz diesen wichtigen Moment dabei in seiner Bedeutsamkeit für den einzelnen Schüler erhalten“, sagt Birnbrich. Planungstechnisch bedeute dies hinsichtlich des Doppeljahrgangs deutlich mehr Arbeit, aber das komme schließlich nicht überraschend, und man habe sich darauf eingestellt.

„Es ist ein großer Mehraufwand für uns alle. Allein die Räume, die für die Prüfungen gebraucht werden. Die einzelnen Lehrer werden zudem mehr Prüfungen haben“, berichtet Astrid Kampmann (Foto), Schulleiterin des Lise-Meitner-Gymnasiums in Anrath. So habe eine Kollegin 32 mündliche Prüfungen, informiert der Oberstufenkoordinator Manfred Clauss. Aufgrund des großen Jahrgangs wird die Abiturentlassungsfeier des Anrather Gymnasiums erstmalig in der Willicher Jakob-Frantzen-Halle stattfinden.

Normal laufen dagegen die gesamten Abiturvorbereitungen an der Robert-Schuman-Europaschule in Willich. „Da wir als Gesamtschule nur G9 haben, geht alles seinen gewohnten Gang. Wobei wir aber aufgrund des Doppeljahrganges die Berufsbegleitung intensiviert haben“, sagt Schulleiterin Ute Will-Nieding.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer