Von dem Versuch, Geistliche aus dem Ausland zu holen, hält das Aachener Bistum nichts.

Kreis Viersen. Wie reagiert das viel gescholtene Bistum in Aachen auf die Kritik? "Wir versuchen uns dem gesellschaftlichen Wandel anzupassen", erklärt Pressesprecher Franz Kretschmann. Fakt sei, dass die Kirche Mitglieder verliere, was die beschriebenen schmerzhaften Veränderungsprozesse zur Folge habe.

Kretschmann argumentiert mit nackten Zahlen: Die Entwicklung sei dramatisch. Gab es 2007 noch 344 Priester, würden es 2012 noch 270 sein, eine neue Prognose gehe von 106 fürs Jahr 2022 aus. "Wir können uns keine Priester aus den Rippen schneiden", sagt Kretschmann bedauernd.

Angelegenheit hat  immer noch oberste Priorität

Was ist denn von dem Versuch zu halten, etwa Priester aus Afrika oder Indien zu holen? "Das wird in anderen Diözesen praktiziert, allerdings vielfach kritisch gesehen", argumentiert der Sprecher. Die Anzahl der Besucher an den Gottesdiensten sei nun mal rückläufig.

Was die drastische Personalnot angeht, bleibt das Bistum bei folgender Stellungnahme: Im Moment gebe es nichts Neues, allerdings habe die Angelegenheit immer noch oberste Priorität.

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