Das Prinzenbiwak im Neersener Wahlefeldsaal wurde zum vollen Erfolg.

Auf der Bühne im Wahlefeldsaal wurden natürlich auch die Willicher Tollitäten willkommen geheißen.
Auf der Bühne im Wahlefeldsaal wurden natürlich auch die Willicher Tollitäten willkommen geheißen.

Auf der Bühne im Wahlefeldsaal wurden natürlich auch die Willicher Tollitäten willkommen geheißen.

Lübke, Kurt (kul)

Auf der Bühne im Wahlefeldsaal wurden natürlich auch die Willicher Tollitäten willkommen geheißen.

Neersen. So voll war es im Wahlefeldsaal schon lange nicht mehr: Das Prinzenbiwak am Samstag sollte ein voller Erfolg werden. 37 Garden aus der Region gaben sich über Stunden die Klinke in die Hand. Narrenkappen und Kostüme in allen möglichen Farben, tolle Tänze auf der Bühne und etliche Karnevalsprinzen machten Appetit auf die „Fünfte Jahreszeit“.

„Wir kommen mit alle Mann vorbei, hurra“: Keines der Karnevalslieder traf mehr zu als dieses. Frank Schreiber, Vorsitzender der Prinzengarde der Stadt Willich, interviewte unter anderem einen prominenten Leutnant der Reserve der Willicher Prinzengarde, Bürgermeister Josef Heyes. „Schön, dass ihr hier im Wahlefeldsaal euer Prinzenbiwak machen könnt“, sagte Heyes. Und er zeigte sich enttäuscht darüber, dass „sich Bürger quergestellt und den Bau einer Stadthalle auf dem Gelände des Sport- und Freizeitzentrums verhindert haben“. Er versicherte den Narren: „Die Sorgen der Karnevalsvereine sind mir bekannt.“

Eberhard von Pistor von der Aachener Karnevalsgesellschaft „Oecher Storm 1881“, die mit rund 70 Mitgliedern nach Neersen gekommen war, gestand im Gespräch mit der WZ: „Der Kaisersaal Schiffer war irgendwie gemütlicher.“ Alles andere als gemütlich ging es zu, als die Aachener tanzten. Das Tanzpaar Marco Schmitz und Inga Dahlem gehört zu den Besten ihrer Zunft, sie zeigten extreme Hebefiguren, die mehr mit Artistik als mit Tanzen zu tun haben und die Zuschauer begeisterten.

Die Schiefbahner Torfmöps hatten die „Brockjisskes“ mitgebracht, die eine flotte närrische Sohle aufs Parkett legten. Aber sie hatten noch etwas anderes beigesteuert, was man vor allem hören konnte: „Die komplette Tontechnik ist von uns, wir hatten uns die Anlage vor einigen Jahren angeschafft“, sagte Rainer Füsgen von den Torfmöps.

Was sicherlich zur guten Laune mit beitrug: Die Willicher Karnevalisten müssen nicht andere um ihre Karnevalsprinzen beneiden, mit Uwe Arndt haben sie in dieser Session mal wieder selber einen. Der konnte sich mit vielen „Kollegen“ unterhalten wie mit Juppi I. Riether aus Boisheim – der hatte rund 20 Narren mitgebracht.

Schon viele Anmeldungen für den Tulpensonntagszug

Die jüngste Besucherin des Prinzenbiwaks heißt Lotte. Sie ist drei Monate alt und erlebte das bunte Treiben auf dem Arm ihres Vaters Roland Dunker von der Karnevalsgesellschaft „Maak möt“ aus Brempt. Frank Klingen von den „Aach Blenge“ aus Anrath hatte als Organisator des Tulpensonntagszuges eine frohe Botschaft mit nach Neersen gebracht: „Im vergangenen Jahr hatten 32 Gruppen mitgemacht, jetzt liegen mir bereits 36 Anmeldungen vor.“ 

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