Nathalie Zimmermann hat bei ihrer aufregenden Expedition Wale und Delfine beobachtet.

Nathalie Zimmermann zeigt das Foto einer Delfin-Familie, die ihr bei ihrer Expedition begegnet ist.
Nathalie Zimmermann zeigt das Foto einer Delfin-Familie, die ihr bei ihrer Expedition begegnet ist.

Nathalie Zimmermann zeigt das Foto einer Delfin-Familie, die ihr bei ihrer Expedition begegnet ist.

Kaiser

Nathalie Zimmermann zeigt das Foto einer Delfin-Familie, die ihr bei ihrer Expedition begegnet ist.

Willich. „Es war total gigantisch, eine ganz besondere Erfahrung“ – Nathalie Zimmermann (16 Jahre) aus Willich ist die Begeisterung immer noch anzumerken. Die Schülerin des Lise-Meitner-Gymnasiums hat sich über viel Eigeninitiative einen Traum erfüllt: Sie hat in diesem Sommer an einer Forschungsexpedition Meeresbiologie teilgenommen – im Rahmen der Master-MINT-Projekte zur Förderung der naturwissenschaftlichen Kenntnisse von Schülern.

Die Dokumentation der Reise umfasst 130 Seiten

Zwölf Tage war sie mit 21 Jugendlichen im Alter von 13 bis 17 Jahren auf Pico, der zweitgrößten Insel der Azoren. Dort konnte sie unter Anleitung von zwei Scouts und dem vor Ort arbeitenden Forscherteam etwa 13 verschiedene Wal- und Delfinarten in ihrer natürlichen Umgebung beobachten – aber nicht nur das. Die jungen Leute haben fünf Oberthemen bearbeitet. Neben den Meeressäugern die Bereiche Wirtschaft/Infrastruktur, Menschen/Kultur, Flora/Fauna und Vulkanismus/Klima. Zu jedem haben sie in Kleingruppen zu Beginn des Aufenthaltes selbst Ziele entwickelt und alles dokumentiert, damit die anderen Gruppen jederzeit auch damit arbeiten konnten.

Beeindruckend waren natürlich die Beobachtungen der Wale und Delfine. So haben sie etwa die Fluken (Schwanzflossen) der verschiedenen Pottwale fotografiert und mit Aufnahmen aus früheren Expeditionen verglichen. „In einem Fall stimmte unsere Aufnahme mit einem Bild aus dem Jahr 2012 überein. Es muss dasselbe Tier gewesen sein“, erzählt Nathalie. Auch die Giganten des Ozeans, Blauwale, hat sie beobachtet. „Bei der zweiten Sichtung ist ein 22 Meter langer Blauwal unter dem Schiff durchgetaucht“, sagt sie beeindruckt.

Anders, anrührend und lehrreich die Kontakte zu den Delfinen: Einen Tag durften die jungen Forscher begleitend mit den Delfinen schwimmen und sehen, wie sie sich unter Wasser verhalten: „Ich habe fünf Risso-Delfine gesehen, ein Jungtier ist im Wasser auf mich zu geschwommen und war neugierig. Es ist aber schnell zurück zur Gruppe“, erzählt sie. Bei einer anderen Delfin-Gruppe lebte ein Tier, dem die Finne (Rückenflosse) fehlte. „Aber es war voll in die Gruppe integriert, trotz der Beeinträchtigung beim Schwimmverhalten. Daran sieht man das starke Sozialverhalten der Tiere“, so Nathalie.

Eine grundlegende Erfahrung habe der Tag gebracht, an dem die Gruppe auf den Pico – einen seit dem 18. Jahrhundert inaktiven Vulkan – gestiegen sei. „Dieser Tag hat mir meine Grenzen gezeigt. Aber ich habe sie überwunden“, berichtet sie. „Als ich oben war, war ich stolz auf mich, dass ich mich überwunden habe.“

Ihre Teilnahme an dem Forschungsprojekt hatte sich die Schülerin des Lise-Meitner-Gymnasiums (Anrath) erarbeitet, weil sie die Grundanforderung – eine Finanzierung der Reisekosten über die Gewinnung von Sponsoren – erfüllt hatte.

Nathalie hatte neun Sponsoren gefunden. Sie haben ihre 130 Seiten starke Dokumentation erhalten. Dazu hat sie bei zwei Sponsoren Vorträge gehalten. „Alle waren begeistert, wie stark man sich als Jugendlicher entwickeln kann, und wünschen mir weiter viel Erfolg. Ich bin ihnen sehr dankbar für die Unterstützung.“

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