Fünf Straßen sollen für Fahrradfahrer beidseitig befahrbar werden – auf Kosten von Parkflächen für Autofahrer.

Einbahnstraßen können unter bestimmten Auflagen für Radfahrer in beide Richtungen freigegeben werden. Symbol
Einbahnstraßen können unter bestimmten Auflagen für Radfahrer in beide Richtungen freigegeben werden. Symbol

Einbahnstraßen können unter bestimmten Auflagen für Radfahrer in beide Richtungen freigegeben werden. Symbol

Schinkel

Einbahnstraßen können unter bestimmten Auflagen für Radfahrer in beide Richtungen freigegeben werden. Symbol

Viersen. In den Einbahnstraßen Klosterstraße, Schultheißenhof, Talstraße, Hospitalstraße und Cap Horn müssen Autofahrer künftig mit entgegenkommenden Radfahrern rechnen. Der Straßenverkehrsausschuss sprach sich einstimmig dafür aus, in diesen fünf Einbahnstraßen Radfahrern zu erlauben, auch gegen die Fahrtrichtung zu fahren. „Der Kostenaufwand ist mit den zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln gedeckt“, erklärte die Technische Beigeordnete Beatrice Kamper.

In 32 Einbahnstraßen ist schon Radfahr-Gegenverkehr erlaubt

Die CDU hatte im März beantragt, alle Einbahnstraßen entsprechend zu öffnen, bei denen dies gefahrlos möglich ist. „Radfahren schont unsere Umwelt. Zusätzlich zu einem guten Radwegenetz bietet sich durch Freigabe der Einbahnstraßen für Radfahrer eine weitere Möglichkeit, das Radeln in unserer Stadt zu fördern“, argumentierte der CDU-Fraktionsvorsitzende Stefan Sillekens damals. Insgesamt gibt es im Viersener Stadtgebiet 49 Einbahnstraßen; in 32 von ihnen war auch bislang schon das Radfahren entgegen der Fahrtrichtung erlaubt. Mit den fünf neuen Einbahnstraßen steigt der Anteil der „geöffneten Einbahnstraßen“ nun auf rund 75 Prozent.

Drei Bedingungen müssen Einbahnstraßen erfüllen, damit sie für die Nutzung durch Radfahrer freigegeben werden können: die zulässige Höchstgeschwindigkeit liegt bei 30 km/h, die Fahrbahnbreite beträgt idealerweise 3,50 Meter – bei Linienbusverkehr oder vielen Lkw muss die Breite darüber liegen - und: Es ist darauf zu achten, dass die Verkehrsführung im Streckenverlauf sowie an Kreuzungen übersichtlich ist.

„Der Kostenaufwand ist mit den zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln gedeckt.“

Beatrice Kamper, Technische Beigeordnete der Stadt Viersen

Nicht alle der fünf Einbahnstraßen erfüllen diese Bedingungen; deshalb muss die Verwaltung nachbessern. So liegt die Fahrbahnbreite bei Tal- und Hospitalstraße in Dülken bei drei Metern. Die Verwaltung wird deshalb Begegnungsstellen schaffen, an denen Radfahrer und Autofahrer einander ausweichen können. Das aber geht zu Lasten von Parkplätzen. An der Talstraße werden voraussichtlich drei Stellplätze wegfallen, an der Hospitalstraße vier bis fünf.

An der Straße Cap Horn in Dülken reicht eine neue Markierung aus, um die Einmündung zur Corneliusstraße übersichtlicher zu gestalten. Parkplätze sollen auch an den beiden Viersener Einbahnstraßen Schultheißenhof und Klosterstraße entfallen. Schon jetzt ist die Klosterstraße östlich des Willy-Brandt-Rings für Radfahrer freigegeben, das Stück westlich des Willy-Brandt-Rings weist eine Fahrbahnbreite von weniger als drei Metern auf. Dort will die Verwaltung Begegnungsstellen schaffen – drei Stellplätze fallen weg. Auch beim Schultheißenhof liegt die Fahrbahnbreite unter drei Metern. Durch den Wegfall von bis zu drei Stellplätzen sollen Begegnungsstellen geschaffen werden.

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