In Sachen Munition und Schießstand gibt es einiges zu beachten.

Ein mobiler Schießstand kam beim Grefrather Gemeindekönigsvogelschießen zum Einsatz.
Ein mobiler Schießstand kam beim Grefrather Gemeindekönigsvogelschießen zum Einsatz.

Ein mobiler Schießstand kam beim Grefrather Gemeindekönigsvogelschießen zum Einsatz.

Baum

Ein mobiler Schießstand kam beim Grefrather Gemeindekönigsvogelschießen zum Einsatz.

Kreis Viersen. Kimme, Korn, Peng! Der Vogelschuss gehört zum Schützenfest wie Marschmusik und Festzelt. Im Kreis Viersen ist in diese Tradition nun Bewegung gekommen. Der Grund sind Auflagen für die Schützen. So darf nicht mehr mit Schrot geschossen werden, es sei denn, es gibt einen festen, den Vorschriften entsprechenden Schießstand. Aus Schützenkreisen ist zu hören, dass es das entsprechende Gesetz schon seit 2005 gibt, es in der Region aber nicht so streng ausgelegt wurde.

In manchen Teilen des Kreises ist Schrot durchaus ein Thema

Allerdings ist die Verwendung von Schrot beim Vogelschuss sehr selten, wie Rolf Nieborg, Pressesprecher des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaft (BHDS) erklärt. „Wir sind davon nicht betroffen, denn wir schießen stets mit Luftgewehr oder Kleinkaliber“, sagt etwa Bezirksbundesmeister Hans-Willi Pergens aus Viersen.

In manchen Teilen des Kreises ist Schrot aber durchaus ein Thema. Der Bezirksverband Schwalmtal-Brüggen will nach Aussage von Franz Rosenberger, stellvertretender Diözesanbundesmeister, einen neuen Schießstand bauen. Die Brüggener St. Nikolaus-Bruderschaft hatte zuletzt mit Luftgewehren im Zelt ihren Regenten ermittelt. In Schaag, wo bis vor zwei Jahren Schrot aus dem Lauf kam, ist jetzt Kleinkaliber Standard.

Für alle Schützen gilt: „Das Gewehr muss befestigt sein“, so Rolf Nieborg vom BHDS. Es kann so zwar rauf und runter bewegt werden, aber nur noch minimal nach links oder rechts. Franz Rosenberger: „Es wird praktisch nur noch auf die Mitte geschossen.“ Der Kugelfang kann so nicht mehr verfehlt werden.

Wer nicht über einen festen Schießstand verfügt, kann auf eine eine mobile Vorrichtungen zum Mieten zurückgreifen – quasi ein Schießstand „to go“. Ein für Schrot geeignetes Exemplar kann vom Münsterland an den Niederrhein geholt werden, wie bei der Ermittlung des neuen Grefrather Gemeindekönigs geschehen.

Im Frühjahr hatte es große Aufregung gegeben, weil die Königsvögel dünner werden sollten. Nach dem Protest mehrerer Schützen-Vereinigungen änderte das Bundesinnenministerium eine Richtlinie. Demnach dürfen die Adler weiterhin einen 15 Zentimeter dicken Holzkern haben (in der alten Fassung waren acht Zentimeter die Grenze). Beurteilung Das Ministerium will die Vorgaben in Abstimmung mit Schützen, Wissenschaftlern und Waffenrechtsexperten bis Ende 2014 beurteilen.

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