Leander Carstensen kämpft um einen Platz im Junioren-Nationalteam. In einigen Jahren möchte der 16-Jährige Football in den USA spielen.

Leander Carstensen wohnt im einzigen Football-Internat Deutschlands in Paderborn.
Leander Carstensen wohnt im einzigen Football-Internat Deutschlands in Paderborn.

Leander Carstensen wohnt im einzigen Football-Internat Deutschlands in Paderborn.

Kallianteris

Leander Carstensen wohnt im einzigen Football-Internat Deutschlands in Paderborn.

Viersen. Seit sieben Jahren dreht sich für den 16-jährigen Leander Carstensen aus Viersen alles um American Football, den beliebtesten Sport in den USA. Was als Hobby begann, bestimmt mittlerweile sein Leben – und das seiner Familie. Denn nachdem er viele Jahre beim Verein „Mönchengladbacher Wolfpack“ aktiv war, wohnt er mittlerweile im einzigen Football-Internat Deutschlands in Paderborn und spielt für die „Paderborner Dolphins“ in der U19 Bundesliga. Er ist auf dem Sprung in die Jugend-Nationalmannschaft und will am morgigen Samstag den nächsten großen Schritt machen.

Der 16-Jährige nimmt morgen an einem Trainingscamp in Köln teil

Im sogenannten 100er-Camp werden in Köln 100 junge Sportler aus den Jahrgängen 1998-2000 gesichtet, 75 kommen weiter. Aus diesen 75 werden in einem weiteren Camp am ersten Aprilwochenende schließlich 45 Spieler für die Nachwuchs-Nationalmannschaft ausgewählt. Die Bewährungsprobe für das neu zusammengestellte Team steht dann Anfang Juni in den Niederlanden auf dem Programm. Dort nämlich spielt die Deutsche Jugend-Nationalmannschaft dann um die Qualifikation zur Europameisterschaf t, welche Mitte Juli in der französischen Hauptstadt Paris ausgetragen wird. Und Leander Carstensen will unbedingt dabei sein: Von Viersen aus soll es in die weite Football-Welt gehen.

Vater Carsten steckte ihn mit dem Football-Virus an

Regelrecht angesteckt mit dem „Football-Virus“ hat sich der 16-Jährige bei seinem Vater. Dieser hatte während eines beruflichen Aufenthaltes in den USA ein Spiel besucht und war begeistert. Die Begeisterung wuchs, als die Familie erfuhr, dass auch in der näheren Umgebung American Football gespielt wurde. Damals existierten noch die „Mönchengladbach Mavericks“, und Vater Carsten Carstensen nahm seinen Sohn mit zu einem Spiel. Seitdem hat die Leidenschaft für diesen Sport die ganze Familie nie mehr losgelassen. Nach Auflösung der „Mavericks“ wurde ein neuer Verein mit dem Namen „Mönchengladbach Wolfpack“ gegründet. Hier fand Leander Carstensen, der von allen nur „Lenny“ gerufen wird, eine neue sportliche Heimat. Bis zum Jahre 2016 spielte er offiziell beim „Mönchengladbacher Wolfpack“, nur unterbrochen von einem Auslandsjahr in den USA. In Fairfield, einer Stadt in Süd-Illinois, ging er zur Highschool und spielte im ersten Team der Schulmannschaft, den „Fairfield Mules“, mit. „Ich spiele auf der Position des sogenannten Runningbacks, der mit dem Ball versucht, an der gegnerischen Defensive vorbei in die Endzone zum Touchdown zu gelangen“, erklärt der 16-jährige.

„Ich würde mich sehr freuen, in die Jugend-Nationalmannschaft zu kommen, aber auch das Erreichen der Playoff-Runde mit Paderborn ist mir sehr wichtig“, sagt er. Am meisten reizt ihn allerdings ein College-Stipendium für die Vereinigten Staaten. „Dort möchte ich gerne studieren und Football spielen – das ist mein großer Traum“, sagt der talentierte Sportler. Seine Chancen stehen nicht schlecht. Zurzeit besucht er die elfte Klasse und bereitet sich auf sein Abitur vor. „Meine Leistungsfächer sind Sport und Englisch.“ Doch trotz aller Anstrengungen braucht der 16-Jährige auch etwas Freizeit. Die verbringt er am liebsten – wie die meisten anderen Jungs seines Alters – an der Playstation und mit seinen Freunden.

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