Am Samstag, 23.Januar, findet die 2. Viersener Prostata-Kampagne des Allgemeinen Krankenhaus Viersen (AKH) in Zusammenarbeit mit der Prostata-Selbsthilfegruppe Viersen statt. Wegen des großen Erfolgs wird Kampagne von 2009 fortgesetzt.

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Professor Johannes Wolff (l.) und Ulrich Broich von der Prostata-Selbsthilfegruppe veranstalten die 2. Viersener Prostata-Kampagne.

Professor Johannes Wolff (l.) und Ulrich Broich von der Prostata-Selbsthilfegruppe veranstalten die 2. Viersener Prostata-Kampagne.

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Professor Johannes Wolff (l.) und Ulrich Broich von der Prostata-Selbsthilfegruppe veranstalten die 2. Viersener Prostata-Kampagne.

Viersen. Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr gibt es eine zweite Auflage: Am Samstag, 23.Januar, findet ab 10 Uhr im Reha & Care-Center Lettermann an der Helmholtzstraße die 2.Viersener Prostata-Kampagne des Allgemeinen Krankenhaus Viersen (AKH) in Zusammenarbeit mit der Prostata-Selbsthilfegruppe Viersen statt. Diese gibt es seit knapp einem Jahrzehnt und wird von Ulrich Broich aus Mönchengladbach-Odenkirchen geleitet.

Mehrere hundert Blutproben bei der Premiere

Broich, Anfang 60, erkrankte vor rund zehn Jahren selbst an dieser Krebsform. Er würde sich freuen, wenn die Männerwelt bei diesem Thema "noch mündiger" werden würde. AKH-Urologe Professor Johannes Wolff betont, wie sinnvoll die Vorsorge für jeden Einzelnen ist. "Wir möchten diese Veranstaltung fortführen, denn sie hatte einen guten Erfolg."

Bei der Premiere gab es über 300 Blutentnahmen. Rund zehn Prozent hatten einen erhöhten "PSA-Wert", der für die Diagnostik bei Prostatakrebs wichtig ist. Doch Professor Wolff betont, dass nicht jeder erhöhte PSA-Wert sofort mit einer Krebserkrankung gleichzusetzen sei. Und: "Die Dynamik des Wertes sagt mehr aus, als der absolute Wert."

Broich und Professor Wolff sind sich einig, dass man mit einem solchen Tag auch "Bewusstsein bei den Männern schaffen kann." Bei einer Früherkennung gebe es, so Wolff, "gute Heilungschancen". Jährlich treten bei mehr als 4000 Männern im Kreis Viersen Beschwerden aufgrund einer gutartigem Prostatavergrößerung auf.

Über 200 Neuerkrankungen mit Prostatakarzinom gibt es Jahr für Jahr, rund 50 Erkrankte sterben. Nach Lungen-und Darmkrebs steht beim Mann der Prostatakrebs an dritter Stelle der häufigsten Krebserkrankungen.

Doch nur rund 15 Prozent der Männer ab 45 Jahren nutzen die angebotenen Früherkennungsmaßnahmen. An diesem Samstag kann man ab zwölf Uhr kostenfrei seinen PSA-Wert bestimmt lassen.

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