Nach einem großen Modernisierungsprogramm stehen jetzt Neubauten vor allem im „Solferino-Carree“ an.

Baugesellschaft
Im Rahser, im Bild die Rahser-Terrassen, hat die VAB viel in Neubauten und Modernisierung investiert.

Im Rahser, im Bild die Rahser-Terrassen, hat die VAB viel in Neubauten und Modernisierung investiert.

Knappe

Im Rahser, im Bild die Rahser-Terrassen, hat die VAB viel in Neubauten und Modernisierung investiert.

Viersen. 20 Millionen Euro will die Viersener Aktion-Baugesellschaft (VAB) in den nächsten sechs Jahren investieren.

Damit solle Viersen als Wohnstadt gestärkt werden, sagte am Donnerstag der Vorstandsvorsitzende der VAB, Albert Becker, bei der Vorstellung der Bilanz des vergangenen Jahres.

Danach hat die Gesellschaft 2012 einen Gewinn von 1,321 Millionen Euro erzielt. Das sei trotz umfangreicher Modernisierungen und Neubauten eine Steigerung von über 50 Prozent, so Becker.

Dass die VAB ein solches Investitionsprogramm auflegen könne, verdanke man auch der Stadt, die sich als Gesellschafter trotz ihres angespannten Haushalts mit einer Dividende von 175 000 Euro zufrieden gebe.

„Die Stadt hat erkannt, dass die VAB vor großen Herausforderungen steht“, betonte VAB-Aufsichtsratsvorsitzender Stephan Sillekens. Mit den Erlösen aus dem Verkauf unwirtschaftlicher Altbauten und der Auflösung von Risiko-Rückstellungen von über 600 000 Euro habe sich die VAB auf die kommenden Investitionen vorbereitet. „2004 betrug der Überschuss 39 000 Euro“, erinnerte Becker.

Die VAB („Aktienbau“) hat 2855 Wohneinheiten. Über 20 Prozent des Bestands sind barrierefrei zu erreichen. Ein Drittel der Wohnungen sind energetisch saniert; dafür hatte die Gesellschaft in den vergangenen Jahren 17 Millionen Euro investiert.

Als Beispiele für den Verkauf alter Gebäude nennt die VAB-Häuser an der Hohl- und Ernst-Moritz-Arndt-Straße. Sie werden zunächst den Mietern angeboten. Auf diese Weise erwerben die Käufer die Häuser zu einem niedrigen Preis und modernisieren sie zum großen Teil in Eigenleistung.

Im vergangenen Jahr hat das städtische Wohnungsunternehmen 6,6 Millionen Euro für Instandhaltung und Bauinvestitionen ausgegeben. So wurden die Greefsgarten-Appartements mit 15 Wohnungen an der Gladbacher Straße fertiggestellt, an der Oberrahser Straße entstand aus der Kombination von Alt- und Neubau eine attraktive Anlage mit 24 Wohnungen.

Renovierungen und Modernisierungen gab es unter anderem an Regenten- und Rektoratstraße, wo Gebäude zur Energieeinsparung neu gedämmt wurden.

Die Mietpreise liegen im Schnitt bei 4,56 Euro je Quadratmeter

Außerdem wurden weitere 79 Wohnungen barrierefrei erschlossen. „Davon profitieren ältere Menschen und junge Familien mit Kinderwagen“, sagte Sillekens. Dennoch seien VAB-Wohnungen günstig. Das Mietniveau liege im Durchschnitt bei 4,56 Euro je Quadratmeter.

Nachdem der Bau der Kindertagesstätte St. Nikolaus begonnen hat, werden in Kürze die ersten Verträge für die weitere Bebauung von 30 000 Quadratmeter rund um die Solferinostraße (Nähe Lichtenberg) geschlossen.

Das neue „Solferino-Carree“ wird 120 Wohneinheiten bieten – von Appartmenthäusern mit Stadtwohnungen über Stadthäuser bis zu freistehenden Einfamilienhäusern. Dazu gehören der Bau eines Apartmenthauses am Lichtenberg, eine größere Wohnanlage am Willy-Brandt-Ring sowie Miet-Einfamilienhäuser an der Solferinostraße.

„Das Quartier-Management läuft immer besser“, sagt Becker. Seit Ende 2011 bietet das gemeinsame Pilotprojekt „Kombi-Hilfe“ von VAB, Stadt und Arbeiter-Samariter-Bund den Mietern Unterstützung in allen Lebenslagen.

Das Programm war zunächst auf Rahser und Heimer beschränkt, wurde im vergangenen Jahr auf alle Wohnanlagen der VAB in der Innenstadt ausgeweitet. Becker: „Mittlerweile nehmen zwei Dutzend Haushalte Hilfe in Anspruch. Die Menschen können damit in ihren Wohnungen bleiben.“

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