Zwei deutsche Teams sind in der Viersener Festhalle am Start. Seit 2002 wartet man auf den Gewinn des WM-Titels.

Feines Tuch, beheizte Tische: Letzte Hand wird in der Viersener Festhalle für die Billard-WM angelegt.
Feines Tuch, beheizte Tische: Letzte Hand wird in der Viersener Festhalle für die Billard-WM angelegt.

Feines Tuch, beheizte Tische: Letzte Hand wird in der Viersener Festhalle für die Billard-WM angelegt.

Knappe

Feines Tuch, beheizte Tische: Letzte Hand wird in der Viersener Festhalle für die Billard-WM angelegt.

Viersen. Klack, klack, klack: So muss Billard klingen. Zumindest, wenn bei der Königsdisziplin Karambolage die drei Kugeln aneinandergestoßen sind und zwischendurch auch noch drei Banden berührt haben. Wie es richtig geht, demonstrieren ab Donnerstag die weltbesten Spieler bei der Billard-Weltmeisterschaft in der Viersener Festhalle.

Nach der Krone wollen in diesem Jahr bei der 25. Auflage der WM in Viersen auch die Spieler des deutschen Nationalteams greifen. Seit gestern trainieren sie in der Festhalle und gewöhnen sich an die Atmosphäre, an Spieltische und Kugeln. Schließlich wollen sie nach 2002 endlich einmal wieder die Trophäe gewinnen. Im vergangenen Jahr scheiterte das deutsche A-Team im Finale an Belgien.

Auch in diesem Jahr stellt Deutschland zwei Mannschaften. Martin Horn und Stefan Galla bilden das A-Team, Ronny Lindemann und Thorsten Frings das B-Team. Nicht am Start ist Spitzenspieler Christian Rudolph. Er leidet an einer langwierigen Schulterverletzung und ist deshalb nur Ersatzspieler.

Aber beim Training ist sein Rat von den B-Spielern gefragt. „Dünner treffen, mehr Drall, nicht so scharf“, heißt es da. Dreiband-Billard ist viel Mathematik. Da werden Laufbahnen der Kugeln nach Prozenten berechnet, Wärme des Tisches und Abnutzung der Kugeln bedacht. Immer wieder wird der Eröffnungsstoß geprobt. Schließlich heißt es für alle Spieler: gut ins Spiel kommen.

Die deutschen Spitzenspieler können vom Billard nicht leben

Es geht aber auch darum, Teamgeist zu entwickeln, wie Rudolph betont. Denn ansonsten sind Billardspieler ja Einzelkämpfer. Die WM für Nationalmannschaften bildet da die Ausnahme.

Auch wenn es hier kein Preisgeld gibt, sind die ganz großen dieser Sportart am Start. Eddy Merckx etwa, der Belgier, oder Torbjörn Blomdahl (Schweden) und Dick Jaspers (Niederlande). Das sind Profis, die auch vom Billard gut leben können, wie Deutschlands Nummer 2, Stefan Galla, sagt. Der Gelsenkirchener spielt in der deutschen und der internationalen Liga, arbeitet aber im „Hauptberuf“ als Industriekaufmann – für einen Billardhandel. Weil der Beruf derzeit vorgeht, ist er wie auch Deutschlands Nummer 1, Martin Horn, aus der Spitze der weltbesten Spieler herausgerutscht.

Aber das will man ab morgen wettmachen. Mit Ägypten und Tschechien hat man vermeintlich leichte Gruppengegner. Schwerer hat es da schon das deutsche B-Team: der Krefelder Thorsten Frings und Ronny Lindemann treffen auf Portugal und Spanien.

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