Im Löhcenter konnten Kinder zum zweiten Mal ihre Waren anbieten.

Viersen. Patrick ist schon ein richtiger Verkaufsprofi. "So billig wie bei mir kommen sie nie wieder an eine Burg", sagt der Siebenjährige selbstbewusst. Im Löhcenter war er einer der zahlreichen Jung-Verkäufer, die sich am zweiten Kindertrödelmarkt im Einkaufszentrum beteiligten.

Wenige Meter weiter waren Tornister erhältlich, gleich im halben Dutzend. Allerdings ist die Einschulung der i-Dötzchen erst ein paar Wochen her, und so wurden die Ranzen denn auch zum Ladenhüter. Auch Sparschweine waren bei diesem Trödelmarkt für den Nachwuchs nicht der große Renner.

Das Angebot war breit gefächert. Vor allem Klassiker waren gefragt. So wechselten Barbiepuppen, Plüschtiere und kleine, handliche Puppenwagen den Besitzer. Da war dann auch der gut bestückte Bauernhof eine nachzuvollziehende Entscheidung für das Landleben pur. Auch Comichefte, Kasperlefiguren oder das rote Pferd gingen über die nicht vorhandene Ladentheke.

Allerdings waren nicht alle jungen Händler zufrieden. So meinte Milena (9), dass das Angebot wohl größer sei als die Kauflust der Löhcenterbesucher. Da wurde denn auch schon mal eine Pause eingelegt oder die Gelegenheit genutzt, mit den anderen "Händlern" zu plaudern oder untereinander zu kaufen oder zu verkaufen. Bettina (10) hatte eine Idee und setzte sie im Beisein der Käuferschaft gleich in die Tat um: "Sale" nannte sie ihren Rabatt, und das fruchtete zumindest bei einigen Büchern.

Bei 19 Grad im Schatten blieb wärmende Winterkleidung der Ladenhüter. Auch gefütterte Stiefel mochte keiner. Daran wollte angesichts der wärmenden Herbstsonne noch niemand denken. mb

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