Radsport: Sogar ein Venezuelaner beteiligte sich am Wettbewerb am Hohen Busch.

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Spektakuläre Sprünge waren in Viersen zu sehen.

Spektakuläre Sprünge waren in Viersen zu sehen.

Jörg Knappe

Spektakuläre Sprünge waren in Viersen zu sehen.

Viersen. Das Gesicht von Sören Lammering unter dem Helm ist voll konzentriert. Ein letzter Blick nach unten, die Hände um den Lenker greifen fest zu, der eine Fuß steht auf dem Pedal, der andere stößt ab.

Auf den Pedalen des Dirtbikes stehend geht es hinab in die rund 70 Grad abfallende Frontalabfahrt. Ein Stück geradeaus, dann schießt der 17-jährige Fahrer den nächsten geformten Hügel hinauf. Der wölbt sich wie eine Halfpipe (halbe Röhre) nach oben. An der Spitze angekommen, reißt er das Rad in den Himmel. Der Mönchengladbacher fährt einen 360er, das heißt, er dreht sich mit dem Rad einmal um sich selbst, bevor er aufsetzt und weiter düst.

Nervenkitzel pur für die Zuschauer

Es folgt ein Tiregrap, das Berühren des Rades am Vorderreifen, ein X-Up - dabei wird der Lenker des Rades in der Luft gedreht - und zum Abschluss, auf dem letzten der vier Hügel, einen Tail-whip, eine einfache Umdrehung des Rades unter dem Fahrer. Es ist förmlich spürbar, wie die Zuschauer den angehaltenen Atem ausstoßen, bevor sie in donnernden Applaus ausbrechen.

Was sich da vor ihren Augen auf der BMX-Bahn am Hohen Busch in Viersen abspielt, ist Nervenkitzel pur. Der zweite BMX- und Dirtbike-Contest der Stadt Viersen am Samstag begeisterte die jungen und älteren Besucher sowie die Teilnehmer gleichermaßen.

Die beste Aussicht auf die Bahn hat die dreiköpfige Jury vom Dach des hohen Busses der Großen Viersener Karnevalsgesellschaft. Sie hat das gewaltige Gefährt erneut als Ausguck zur Verfügung gestellt.

Bei den BMX-Rädern gewann David Theisen (15 Jahre, Köln). Platz zwei ging an den mit elf Jahren jüngsten Teilnehmer Paul Thölen aus Viersen. Den dritten Platz sicherte sich Adrian Wonken (18 Jahre, Ratingen). In Sachen Dirtbike hatte Jonas Berndt (18 Jahre, Bochum) die Nase vorn. Ihm folgten auf den Plätzen zwei und drei Tobias Jäger (20 Jahre, Solingen) und Simon Georg (18 Jahre, Neuss).

Zweimal darf jeder Contestfahrer die Strecke fahren und seine Tricks demonstrieren. Danach folgt der "Best Trick Contest", bei dem ein einzelner Trick entsprechend bewertetet wird. Für die Jury keine einfache Sache. Die Biker kommen aus ganz NRW und sogar aus Südamerika. "Gamez kommt wirklich aus Venezuela. Er ist zur Zeit bei seiner Schwester in Ratingen zu Besuch und erfuhr übers Internet vom Contest", erklärt Viersens Streetworker Daniel Kruppa. Saltos durch die Luft, die so genannten Backflips, Double Tailwhips, die doppelten Umdrehungen des Fahrrads unter der Hand des Fahrers - die Luftakrobatiknummern sind beeindruckend.

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