Jugendliche aus siebten und achten Klassen entdecken in der Festhalle ihre Qualifikationen: Ein Entdeckungsparcours, der in Zusammenarbeit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), der Bundesagentur für Arbeit und des NRW-Ministeriums für Schule und Weiterbildung entstanden ist.

Bürgermeister Günter Thönnessen (M.) und sein Nettetaler Amtskollege Christian Wagner (r.) eröffneten die Veranstaltung in der Festhalle.
Bürgermeister Günter Thönnessen (M.) und sein Nettetaler Amtskollege Christian Wagner (r.) eröffneten die Veranstaltung in der Festhalle.

Bürgermeister Günter Thönnessen (M.) und sein Nettetaler Amtskollege Christian Wagner (r.) eröffneten die Veranstaltung in der Festhalle.

Reichartz

Bürgermeister Günter Thönnessen (M.) und sein Nettetaler Amtskollege Christian Wagner (r.) eröffneten die Veranstaltung in der Festhalle.

Viersen. Die Anzeichen sind alarmierend: Immer mehr Schüler vor allem von Haupt- und Förderschulen verlieren jeden Bezug zur Realität, leben in einer Parallelwelt, kapseln sich ab. "Es ist erschreckend, wie wenige Berufe diese Schüler kennen", sagt Viersens Bürgermeister Günter Thönnessen, der gemeinsam mit seinem Nettetaler Amtskollegen Christian Wagner als Schirmherr die Berufsorientierung "Komm auf Tour" in der Viersener Festhalle eröffnete.

Labyrinth soll den Orientierungssinn fordern

"Komm auf Tour", hinter dieser Aufforderung verbirgt sich ein Entdeckungsparcours, der in Zusammenarbeit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), der Bundesagentur für Arbeit und des NRW-Ministeriums für Schule und Weiterbildung entstanden ist.

So sollen 680Schüler von neun Haupt-, Förder- und Gesamtschulen aus Viersen und Nettetal ihre Stärken und Schlüsselqualifikationen erfahren. Wagner: "Wichtig ist, dass die Schüler für sich erkennen: Ich kann das wirklich machen. Selbstvertrauen ist da die wichtigste Grundlage."

Ein Labyrinth fordert den Orientierungssinn, wenn Schüler als Duo mit verbundenen Augen und am Krückstock zusammenarbeiten müssen, um einen Ausweg zu finden. Auf einer Bühne müssen vermeintliche Tabuthemen wie ungewollte Schwangerschaften und Sex offen besprochen werden.

"Für Schüler ist auch die Erkenntnis wichtig, dass Lebensplanung und berufliche Entwicklung eng miteinander verzahnt sind", erklärt Stefan Krings von der BZgA. Bei Haupt- und Förderschülerinnen sei die Quote minderjähriger Mütter fünfmal höher, als bei Gymnasiastinnen.

"Wichtig ist, dass wir uns in einer Transformationsgesellschaft befinden", so Krings. "Die Zeiten, wo man das macht, was der Vater macht, sind vorbei. Die Schüler müssen sich selbst auf die Suche nach einem Job machen.

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