Rundgang: Walter Tillmann will den Viersenern Diergardt näher bringen.

Walter Tillmann (links, mit Albert Pauly vom Heimatverein), hat auch ein Buch über Diergardt geschrieben.
Walter Tillmann (links, mit Albert Pauly vom Heimatverein), hat auch ein Buch über Diergardt geschrieben.

Walter Tillmann (links, mit Albert Pauly vom Heimatverein), hat auch ein Buch über Diergardt geschrieben.

Siemes

Walter Tillmann (links, mit Albert Pauly vom Heimatverein), hat auch ein Buch über Diergardt geschrieben.

Viersen. Der 82-jährige Textilingenieur Walter Tillmann, ein lebendes Lexikon Viersener Geschichte, wird sich am kommenden Sonntag ab 16.30 Uhr (Treffpunkt: Remigiusplatz) auf Spurensuche begeben. Genauer: Auch die Suche nach Spuren von Friedrich Freiherr von Diergardt, der 1795 in Moers geboren wurde und im Alter von 20 Jahren nach Viersen kam. Und Walter Tillmann hofft, dass ihn viele Viersener begleiten werden.

"Wir wollen einmal anders sein bei den Stadtführungen."

Albert Pauly Vorsitzender des Heimatvereins

Heimatvereins-Vorsitzender Albert Pauly zeigte sich froh darüber, in Tillmann den richtigen Mann für diesen nicht alltäglichen Stadtrundgang gewonnen zu haben - unter dem Titel "Seide, Sammet und Soziales" hat Tillmann vor rund einem Jahrzehnt ein über 120 Seiten dickes Buch über Diergardt geschrieben, erschienen in der Schriftenreihe des Vereins.

"Ich bin in Archiven immer wieder über ihn gestolpert", so der Verfasser. Diergardt habe die früheren Hausweber in ihrer Arbeit gestärkt. Dort, wo heute die Gebäude der Kreisverwaltung und das Forum stehen, war nicht nur die Fabrik von Kaisers, sondern auch eine Fabrik der Nachfolger von Diergardt. Die alte Diergardt-Schule stand in der Nähe des heutigen Stadtbads. Diergardt war evangelisch, wie, sagt Tillmann, "viele damals, die den Aufschwung von Viersen mitgestalteten."

An den Freiherrn erinnern heute noch in Viersen die Diergardt-Schule an der Rektoratstraße, der Diergardtplatz und die Diergardt-Straße. Die Industrie-und Handelskammer (IHK) verwaltet die Diergardt-Stiftung, von der vor wenigen Tagen noch 11500 Euro an das Arbeitslosenzentrum Mönchengladbach gespendet wurden. Die IHK entscheidet über die Verwendung der Mittel.

Albert Pauly: "Wir wollen einmal anders sein bei den Stadtführungen." Fortan soll es, wenn möglich, "themenbezogene Führungen" geben. Viele Spuren von Diergardt würden viele Viersener nicht kennen, so Paulys Ansicht. Der Stadtrundgang, der bis in die Südstadt führt (dort ist Friedrich Freiherr von Diergardt auf dem Friedhof hinter der Kreuzkirche begraben), wird knapp zwei Stunden dauern. Am Ende kann man auch das Buch von Walter Tillmann zu einem Sonderpreis von fünf Euro kaufen.

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