SPD will eine „Präventions- und Sicherheitskonferenz“.

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Auch das Thema Gewalt an Schulen soll durch die „Konferenz“ stärker in den Mittelpunkt gerückt werden.

Auch das Thema Gewalt an Schulen soll durch die „Konferenz“ stärker in den Mittelpunkt gerückt werden.

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Auch das Thema Gewalt an Schulen soll durch die „Konferenz“ stärker in den Mittelpunkt gerückt werden.

Viersen. Den Amoklauf von Winnenden möchte Jochen Häntsch nicht als Argument für den Vorstoß seiner Fraktion verwenden: "Das würde zu kurz greifen", sagt der Viersener SPD-Ratsherr. Bei den Planungen handle sich nicht um eine "ad hoc-Aktion", davon halte er nicht viel. "Unsere Bemühungen in diese Richtung dauern ja schon zwei Jahre an." Die Rede ist von der Einrichtung einer "Viersener Präventions- und Sicherheitskonferenz", in deren Zentrum die Jugend stehen soll. Und damit von der Wiederbelebung eines im Kern alten Konzepts: Mitte der 90er Jahre war ein "Rat für Sicherheit und Vorbeugung" gegründet worden - und bereits 2003 wieder aufgelöst worden.

Schwergewicht soll nicht bei der Politik liegen

Das nun diskutierte Nachfolge-Gremium soll laut Häntsch aber erfolgreicher sein. Als ein Mittel, um das zu erreichen, nennt er eine andere Schwerpunktlage: "Das Schwergewicht darf in Zukunft nicht mehr bei den Politikern liegen, sondern bei den Fachleuten", sagt der Sozialdemokrat. Beispiele seien Vertreter der Polizei, des örtlichen Kinderschutzbundes und der Schulen. Derzeit laufe eine Befragung unter potenziellen Teilnehmern. Eine "positive Grundstimmung" für eine Gründung zeichne sich ab. Die große "Sicherheitskonferenz" könnte einmal im Jahr und bei Bedarf zusammenkommen, um Probleme zu besprechen und Projekte abzustimmen. Wie die Gesprächsrunde genau aussehen solle - etwa was Größe und Zusammensetzung angeht -, sei derzeit noch in der Debatte. Daneben sind kleinere Arbeitskreise geplant, die sich beispielsweise mit den Themen Gewalt an Schulen oder Sucht unter Jugendlichen befassen. Häntsch sieht in ihnen auch die Möglichkeit, die aktuellen und bundesweit diskutierten Probleme anzusprechen, wie "Killer-Spiele" und die Computer-Sucht bei Jugendlichen. "Wir müssen uns nur im Klaren darüber sein, dass wir nicht alles kommunalpolitisch ändern können", schränkt der ehemalige Leiter der Ostschule ein. "Man sollte keine Wunderdinge erwarten, aber die Hände in den Schoß legen, will man ja auch nicht." Die SPD beabsichtigt, in den kommenden Wochen einen Antrag für die "Konferenz" in den Rat einzubringen.

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