Wann der erste Spatenstich erfolgen kann, ist noch offen. Der Vorschlag eines Architekturbüros ist den Verantwortlichen zu teuer.

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Das AKH am Hoserkirchweg wird zum zentralen Krankenhaus für Viersen ausgebaut, das Cornelius-Krankenhaus in Dülken wird aufgegeben.

Das AKH am Hoserkirchweg wird zum zentralen Krankenhaus für Viersen ausgebaut, das Cornelius-Krankenhaus in Dülken wird aufgegeben.

Horst Siemes

Das AKH am Hoserkirchweg wird zum zentralen Krankenhaus für Viersen ausgebaut, das Cornelius-Krankenhaus in Dülken wird aufgegeben.

Viersen. Es gibt Schwierigkeiten beim Allgemeinen Krankenhaus Viersen (AKH) beim Thema Neubau: Dessen Start wird sich vermutlich verzögern - um "maximal anderthalb Monate", wie Geschäftsführer Gerold Eckardt sagt. Im Oktober war noch vom ersten Spatenstich im März oder April die Rede gewesen.

Grund für die Probleme sind Unstimmigkeiten beim Konzept des beauftragten Architekturbüros: Der Kostenplan lag deutlich über dem vorgegebenen Rahmen von rund 30 Millionen Euro. Genaue Zahlen dazu werden nicht genannt.

Wie es nun weitergeht, soll auf der Verwaltungsratssitzung in einer Woche besprochen werden. In die engere Wahl nach dem AKH-Wettbewerb im vergangenen Jahr waren insgesamt drei Architekturbüros gekommen, es gäbe also Alternativen.

"Ich bin optimistisch, dass es ganz normal weitergeht - auch in dem Kostenrahmen, den wir uns vorgestellt haben", sagt Eckardt hinsichtlich einer Entscheidung am Mittwoch.

Positives kann dagegen die Pneumologische Fachabteilung im AKH vermelden: Sie hat eine neue Station in Betrieb genommen: 31 Betten stehen für die Versorgung der Patienten mit Erkrankungen im Lungen- und Bronchialbereich bereit.

"Mit der Eröffnung der Station haben wir einen großen Fortschritt bei der Etablierung des Pneumologischen Schwerpunktes am AKH erreicht", sagte Dr. Karsten Woelke, Chefarzt in der Klinik für allgemeine innere Medizin und Pneumologie.

Sauerstoffabgaben direkt im Zimmer möglich

Von den 31 Betten verfügen 25über eine eigene Sauerstoff-Versorgung, damit neben Inhalationstherapien auch Sauerstoffgaben direkt in den Zimmern durchgeführt werden können. Dazu gibt es Infektionsbetten für ansteckende Erkrankungen.

Außerdem wurden laut Krankenhausleitung die Bedürfnisse der Chemotherapie berücksichtigt. Die Station sei zudem nun noch enger an die Endoskopie-Abteilung angebunden.

Neben Erkrankungen wie Asthma oder Rippenfell- oder Lungenentzündungen werden in der Pneumologischen Fachabteilung vor allem das Bronchialkarzinom und die so genannte COPD - Erkrankungen, die eine dauerhafte Verengung der Atemwege zur Folge haben - behandelt.

"Diese beiden Krankheitsbilder haben drastisch zugenommen", so Woelke. "Sie zählen zu den bedrohlichsten Erkrankungen, bei denen nur bei frühzeitiger Diagnose und Therapie überhaupt eine Heilungschance besteht."

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