Die neuen Regenten Nils und Madeleine fänden auch ein Kino im Stadthaus toll.

Jubeln mit dem Gefolge: Nils I. und Madeleine I.
Jubeln mit dem Gefolge: Nils I. und Madeleine I.

Jubeln mit dem Gefolge: Nils I. und Madeleine I.

Horst Siemes

Jubeln mit dem Gefolge: Nils I. und Madeleine I.

Viersen. Die Narrenherrlichkeit Viersen hat ein neues Kinderprinzenpaar: Im Notburgasaal haben sich kleine Cowboys, Prinzessinnen, Clowns, Hexen, Engel oder Geister mit ihren Eltern und Großeltern versammelt, um live zu erleben, wie das Paar auf den Nachwuchsnarren-Thron steigt. Die beiden Zehnjährigen Nils I. (Bungardt) und Madeleine I. (Schückes) werden von Bürgermeister Günter Thönnessen zum neuen Kinderprinzenpaar der Narrenherrlichkeit Viersen proklamiert.

Beide sind karnevalistisch stark vorbelastet

Thönnessen bescheinigt den Roahser Jonges in Sachen Kinderkarneval "Weltklasse" zu sein. Schnell wird deutlich, dass die Roahser Jonges ein junges Traumpaar für die Kreisstadt gefunden haben, denn beide sind karnevalistisch vorbelastet - haben sowohl Bühnenerfahrung als auch ein großes Herz für das Brauchtum.

Wer den jungen Prinz mit seinem verschmitzten Lächeln schon einmal als " Herbert Knebel" auf der Bühne erlebt hat, der muss einfach begeistert sein, zumal sein Bruder Erik, der heute die Kinderprinzengarde im Rahser als Kommandant führt, auch schon Kinderprinz war.

Und Vater Achim stellte mit Mutter Silke das Viersener Prinzenpaar. Nils aus der Südstadt ist seit 2001 im Kinderkarneval aktiv. Unter anderem war er auch Hoppeditz.

Charmant lächelt Madeleine ihren "Traumprinzen" an, der in seinem Ornat, wie sie findet "richtig gut" aussieht. Auch sie ist schon seit 2002 aktiv beim Karneval dabei - unter anderem als Mariechen und Tänzerin in verschiedenen Gruppen.

Wenn neue kleine Herrscher "an die Kindermacht" kommen, gehen auch schon mal rasch gestandene Kommunalpolitiker in die Knie, um einen Orden verliehen zu bekommen. In ihrer "Regierungserklärung" fordert das junge Paar einen Videosaal im Stadthaus, weil es in Viersen kein Kino mehr gibt. Aber auch freier Eintritt für alle Kinder bei Borussia-Heimspielen steht auf der Liste.

Wolfgang Genenger kommentiert im Schottenrock die flotte Kinderparty, und Senatspräsident Frank Schiffers lädt die jungen Tollitäten nach Bonn zu einem politischen Empfang im Februar ein - was bestens ankommt beim närrischen Nachwuchs.

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