Viersen. Sie raubten Handys, drohten, prügelten, nahmen Drogen - obwohl sie erst 17 Jahre alt sind. Die Polizei hat am Mittwoch zwei junge Viersener Kriminelle festgenommen. Die beiden Drogenabhänigen haben bereits mehrere Taten gestanden.

Die polizeibekannten Viersener sollen zwischen Ende Januar und Anfang Februar in mindestens vier Fällen Gleichaltrigen ihre Handys abgenommen haben - oder es zumindest versucht haben. Dabei gingen die beiden immer mit derselben Masche vor: Sie sprachen Jugendliche im Viersener Innenstadtbereich an und fragten, ob sie mal mit deren Handys telefonieren dürften. Sofern es sich um wertvolle Geräte handelte, flüchteten die Viersener mit den gestohlenen Handys.

In Fällen, wo sich die Opfer wehrten, schlugen sie auch schon einmal mit der Faust zu oder sollen mit einem Messer ihrer Aufforderung Nachdruck verliehen haben. Die Beute verkauften die beiden 17-Jährigen und finanzierten damit ihren Marihuana- und Amphetaminkonsum.

Ebenfalls vorgeworfen werden Schwarzfahrten sowie ein Raub in einer Wohnung in Meerbusch. Hier suchten die beiden mit einem weiteren Mittäter aus Meerbusch einen weitläufigen Bekannten auf und raubten ihm Kamera, Handy und Playstationspiele. Auch diese Beute versetzten die Beschuldigten und teilten sich den Erlös.

Die Ermittlungen führten auch wegen der markanten Personenbeschreibungen der Opfer im Laufe dieser Woche zur Identifizierung der Verdächtigen.

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