Die Bezirksregierung ordnet Maßnahmen für Schüler und Lehrer der Realschule an der Josefskirche an.

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An der Realschule an der Josefskirche soll es zu verbalen Übergriffen gegen Lehrer gekommen sein.

An der Realschule an der Josefskirche soll es zu verbalen Übergriffen gegen Lehrer gekommen sein.

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An der Realschule an der Josefskirche soll es zu verbalen Übergriffen gegen Lehrer gekommen sein.

Viersen. Die Maßnahmen sind umfassend und künden vom Ernst der Bezirksregierung, die Missstände an der Realschule an der Josefskirche wirkungsvoll bekämpfen zu wollen. Die Ursache des Eingreifens der Schulaufsicht: Fünf bis sechs Schüler hatten an der Schule eine fünfte Klasse so sehr gestört, dass Unterricht nicht mehr stattfinden konnte und die Lehrer Rettung in einem Elternbrief suchten.

Handgreiflichkeiten will niemand offiziell bestätigen

Nun soll es Klassenpflegschaftssitzungen geben. Gespräche zwischen Eltern und Schulleitung, Schulleitung und Lehrern sowie Lehrern und Eltern. Für die Schüler soll es ein Anti-Aggressionstraining sowie einen Trainingsraum geben.

Außerdem soll eine Klassenfahrt organisiert werden, um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.

Obwohl mit dem Maßnahmenkatalog Problem in Angriff genommen zu sein scheint, haben sich die Gemüter offenbar noch nicht gänzlich beruhigt: Schulrektor Rudolf Krohn sei nicht zu sprechen, man möge bitte bei der Bezirksregierung anrufen, war aus dem Sekretariat zu hören.

Was genau geschehen ist, darüber kann Bernd Hamacher, Sprecher der Düsseldorfer Bezirksregierung, nur spekulieren. Es soll auch zu Handgreiflichkeiten gegen Lehrer gekommen sein, bestätigen will das indessen niemand. Hamacher: "Das Mindeste sind fortgesetzte und so heftige verbale Störungen des Unterrichts, dass dieser faktisch nicht stattfinden konnte." Und das über einen längeren Zeitraum.

Bezirksregierung: Auch die Lehrer haben sich falsch verhalten

Die Bezirksregierung sieht indessen nicht nur die Schüler als Schuldige. "Anteil daran, dass es soweit kommen konnte, haben auch die Lehrer, die nicht rechtzeitig entsprechende Maßnahmen eingeleitet haben." Erste Gespräche seien geführt. Nach den Sommerferien soll das Anti-Aggressionstraining starten.

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