Weil unter der Lohbusch-Brauerei ein zehn Meter tiefer Keller lag, musste das Gebäude weichen. Innerhalb von zwei Jahren sollen dort Seniorenwohnungen entstehen.

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Verschwunden ist die alte Fassade der Lohbusch-Brauerei. An dieser Stelle sollen 48 barrierefreie Wohnungen entstehen.

Verschwunden ist die alte Fassade der Lohbusch-Brauerei. An dieser Stelle sollen 48 barrierefreie Wohnungen entstehen.

Jörg Knappe

Verschwunden ist die alte Fassade der Lohbusch-Brauerei. An dieser Stelle sollen 48 barrierefreie Wohnungen entstehen.

Viersen. Die Fassade der ehemaligen Lohbusch-Brauerei ist gefallen. An der Dülkener Straße beginnt in Kürze der Bau von Senioren-Wohnungen, sobald die Stadt die Genehmigung erteilt hat. "Die Bauvoranfrage ist positiv beschieden", erläutert Hans Wilhelm Janissen-Brass, Investor des Projekts.

Zunächst wollten Janissen-Brass und sein Partner Hans Horst Dannreuther das Gebäude der früheren Brauerei erhalten. Untersuchungen ergaben jedoch, dass das Kantorhaus an einer Längs- und Oberseite nur auf dünnen maroden Eisenträgern stand. "Darunter war ein zehn Meter tiefer Keller für die Bierfässer, eine gigantische Welt", beschreibt der Investor.

Weil die Gefahr drohte, dass das Gebäude in den Keller stürzte, konnte es trotz des Denkmalschutzes nicht erhalten bleiben. Stadt, Untere und Obere Denkmalbehörde stimmten dem Abbruch zu.

Janissen-Brass: An den Wohnungen besteht reges Interesse

Nun werden innerhalb von zwei Jahren in der Nähe der Innenstadt 48 Wohnungen mit Größen von 50 bis 100 Quadratmetern entstehen. Vorgesehen ist ein Bau in der Form eines großen L mit einer hellen Putz-Fassade. Die Brauerei hatte eine gelbe Riemchen-Fassade.

An der Seite führt ein Weg zum Konrad-Adenauer-Ring vorbei. "An den Wohnungen besteht schon jetzt reges Interesse", berichtet Janissen-Brass. Bald würden die ersten Kaufverträge abgeschlossen. Damit setzt der 57-jährige Viersener sein Prinzip fort, dass Sanierung und Vermarktung parallel laufen.

Als der Investor vor drei Jahren die seit Jahrzehnten leer stehende Brauerei übernommen hatte, wollte er in dem Gebäude die Viersener Braukultur wiederbeleben.

Von dieser Idee hat sich Janissen-Brass allerdings längst verabschiedet. Das ehemalige Sudhaus mit einem mächtigen Schornstein im Hintergrund des Geländes bleibt stehen. "Es ist standsicher", so Janissen-Brass. Er will das Gebäude an eine Firma verkaufen, die sich auf den Bau von Wohnungen in Denkmälern spezialisiert hat.

Seit 1998 verwirklichen Janissen-Brass und Dannreuther Millionen-Projekte. Sie haben Objekte wie das ehemalige Kinderkrankenhaus am Klosterweiher, das Mädchenstift am Pottenberg im Beberich und zuletzt den Viersener Bahnhof saniert.

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