Viersen. Die 126 Mitarbeiter des Boisheimer Unternehmens Frimo erwarten laut IG Metall in dieser Woche eine Entscheidung der Landesregierung über eine Landesbürgschaft, die die Frimo-Gruppe beantragt hatte. Dabei besteht die in Lotte ansässige Konzernleitung weiterhin auf die vollständige Schließung des Standortes Boisheim. Im Oktober war die Standortschließung zum Ende des vergangenen Jahres verkündet worden. Der Plan der Konzernleitung konnte in der Kürze der Zeit aber nicht umgesetzt werden. Deshalb hatte die Unternehmensführung für die Absicherung des Unternehmens Landesmittel beantragt.

Etwa zur gleichen Zeit hatten Viersener Mitarbeiter der Frimo-Gruppe angeboten, den Standort zu übernehmen. "Die Verhandlungen hierzu werden von Seiten der Frimo-Führung sehr schleppend betrieben und sind bis heute ohne Ergebnis", erklärt Reimund Strauß von der IG Metall. Deshalb gehe unter den Mitarbeitern nun die Angst um, dass der Konzern die Verhandlungen abbricht, wenn die Landesregierung Mittel ohne entsprechende Auflagen zusagt. "Die Landesmittel sollten nur bewilligt werden, wenn die Übernahme der Firma durch die Mitarbeiter - und damit der Erhalt von Arbeitsplätzen - gesichert ist", sagt Strauß.

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