Viersen. Woher das Geld kommt, mit dem Straßen saniert werden können, teilt die Datenbank zwar nicht mit. Ansonsten gibt sie aber sämtliche Informationen rund um das 350 Kilometer lange Straßennetz Viersens preis: Nach monatelanger Diskussion hat sich die Politik im Hauptausschuss mit Ausnahme der FDP für die Anschaffung einer neuen Straßendatenbank entschieden. 173 150 Euro stehen dafür im Haushalt der Stadt zur Verfügung.

Straßenschäden können frühzeitig erkannt werden

Mit Hilfe der Datenbank können die Städtischen Betriebe den Zustand aller Straßen sowie Rad- und Gehwege erfassen und ein entsprechendes Straßenerhaltungskonzept entwickeln. So soll die Datenbank unter anderem dabei helfen, Schäden an der Fahrbahndecke rechtzeitig zu erkennen, damit ein kompletter Neubau verhindert werden kann.

Profitieren wird von der Neuanschaffung auch die Kämmerei. Mit der Umstellung auf das "Neue Kommunale Finanzmanagement" (NKF) muss die Stadt den Wert ihrer Straßen benennen und kann die Daten der Straßendatenbank in die Eröffnungsbilanz und in das Anlagevermögen übernehmen.

Die Politik hatte sich nicht ohne Weiteres auf die Anschaffung eingelassen, weil die Verwaltung 2003 für über 200 000 Euro eine Straßendatenbank angeschafft hatte, deren Einsatz sich in der Praxis nicht bewährte.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer