Bildhauer Burkhard Klöter hat einen luftigen Arbeitsplatz mitten in Viersen.

wza_1500x908_524468.jpeg
Ein Blick nach unten: Burkhard Klöter wird knapp drei Wochen an der Festhalle beschäftigt sein.

Ein Blick nach unten: Burkhard Klöter wird knapp drei Wochen an der Festhalle beschäftigt sein.

Siemes

Ein Blick nach unten: Burkhard Klöter wird knapp drei Wochen an der Festhalle beschäftigt sein.

Viersen. Bei Regen hilft alles nichts, dann muss Burkhard Klöter seinen Arbeitsplatz in zehn Meter Höhe verlassen. Der Bildhauer ist derzeit damit beschäftigt, die von ihm neu angefertigten Reliefs an der Viersener Festhalle anzubringen und zu bearbeiten (die WZ berichtete). Wenn alles planmäßig verläuft, dann werden wir in knapp drei Wochen fertig sein", sagt Bildhauer Klöter.

Die gute Stube der Viersener, die einst auch eine Turnhalle war, wird noch attraktiver. Dem Heimatverein sei Dank, denn er hatte sich zusammen mit dem Förderverein der Festhalle dafür eingesetzt, dass Nachbildungen der bis heute verschollenen Reliefs an den Treppengiebeln wieder montiert werden. Burkhard Klöter hat sie nach gut erhaltenen Fotos in seinem Sendener Atelier erstellt.

"Es wird wohl auch noch einen Anstrich geben."

Bildhauer Burkhard Klöter

Die Arbeiten werden nun gedübelt, verklebt und ins Mauerwerk verankert. 4 mal 1,20 Meter groß sind die Flächen für die Reliefs. Zementstuck verarbeitet Klöter mit einer alten Technik. "Es wird wohl auch noch einen Anstrich geben", so Klöter. Allerdings steht noch nicht fest, wie die Farbgebung genau aussehen wird.

Am Mittwoch wurde an der Nordseite der Festhalle das erste Relief angebracht, das sogleich verdeutlichte, dass die Festhallenfront mit den Reliefs ausdrucksstärker wird. Klöter war während des Besuchs der WZ damit beschäftigt Restarbeiten zu erledigen, wozu auch die Modellierung der Übergänge gehört.

Als größte Schwierigkeit sah es Klöter an, die "Handschrift" des Schöpfers der Originale, Peter Terkatz (1880 bis 1954), zu treffen. Die sehenswerten Ergebnisse sollen geschützt werden: Fest steht, sagt Heimatvereinsvorsitzender Albert Pauly, dass man ein Taubenschutznetz anbringen müsse.

Rund 34000 Euro kosten die neuen Reliefs. Das Geld kam zusammen durch Spenden, die der Förderverein der Festhalle stets verdoppelte. Der kulturelle Mittelpunkt Viersens hat durch den Gebäudeschmuck an Attraktivität gewonnen. Davon sind auch die Bürger überzeugt, die gestern den Wochenmarkt besuchten und dabei einen Blick nach oben warfen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer