Am Viersener AKH hat es 2012 tausend Entbindungen geben – 30 Prozent waren Kaiserschnitte.

krankenhaus
Die Zahl der Neugeborenen im AKH ist auf „konstant hohem Niveau“.

Die Zahl der Neugeborenen im AKH ist auf „konstant hohem Niveau“.

Archiv

Die Zahl der Neugeborenen im AKH ist auf „konstant hohem Niveau“.

Viersen. Deutschland klagt seit Jahren über rückläufige Geburtenzahlen. Zumindest in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Allgemeinen Krankenhaus Viersen (AKH) kann Chefarzt Dr. Mathias Uhlig diese Tendenz nicht bestätigen. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Klinik knapp 1000 Entbindungen.

Damit seien die Zahlen der vergangenen Jahre bestätigt worden und blieben auf einem „konstant hohen Niveau“, heißt es vom AKH. Nicht berücksichtigt sind dabei die Mehrlingsgeburten – die in der Statistik als eine Entbindung aufgeführt werden, auch wenn zum Beispiel Zwillinge zur Welt gekommen sind.

Für werdende Väter gibt es Bier – alkoholfreies

In der Geburtshilfe hat sich in den vergangenen Jahren einiges verändert, wie der Chefarzt beobachtet hat. In Viersen geht der Trend demnach hin zum „Rundum-Sorglos-Paket“ für Familien: „Immer mehr Paare wünschen, dass der Ehemann nicht nur bei der Entbindung dabei ist, sondern im Anschluss auch im Krankenhaus bleibt und ins Familienzimmer zieht.“ Sieben solcher Zimmer bietet die Klinik an.

Für nervöse und leidende Papas wurde ein „Väterzimmer“ im Kreißsaal eingerichtet. Hier sollen sich die werdenden Väter zurückziehen, Kräfte sammeln und sich mit Kaffee, Wasser oder alkoholfreiem Bier versorgen können. Außerdem gibt es einen Fernseher zur Ablenkung.

In Bezug auf die Kaiserschnittrate bewege sich die hiesige Geburtshilfe gegen den Trend in Deutschland: Mit einer „Sectiorate“ von 30 Prozent liege das AKH Viersen unter dem Bundesdurchschnitt. „Wir sind Geburtshelfer und keine Geburtschirurgen.“ So kommentiert Dr. Uhlig die vergleichsweise niedrige Quote.

Führungen durch die AKH-Kreißsäle finden jeden 1. und 3. Dienstag im Monat, 18 Uhr, statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. 2012 nutzten rund 500 werdende Eltern die Möglichkeit.

Manchmal lässt sich ein Kaiserschnitt aber nicht vermeiden. Die Gründe sind vielfältig: Frühgeburt, Krankheiten der Mutter oder des Ungeborenen oder die extreme Angst der Mutter vor der Geburt, etwa weil eine frühere Geburt sehr belastend war. Red

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer