Viersen. Nun hat auch die Viersener Politik mehrheitlich ihr endgültiges "Ja" zur Fusion der beiden Versorger Niederrheinwerke und NVV gegeben. Geben noch Bundeskartellamt und Bezirksregierung grünes Licht, ist der Weg für die Niederrhein Kommunalholding GmbH zum 1. Januar frei.

An dieser Holding ist Viersen mit 24,04 Prozent beteiligt. Die Stadt gibt ihre Anteile an der Niederrheinwerke Viersen GmbH (NWV) ab und wird im Gegenzug an der NVV beteiligt.

FDP und Grüne sind gegen die Kooperation

Ausdrücklich gegen das Miteinander sprachen sich FDP und Grüne aus. Er habe ein "unsicheres Gefühl" und sehe den deutlichen Vorteil auf der Mönchengladbacher Seite, sagte der FDP-Fraktionsvorsitzende Werner Dingel.

Ähnlich kritisch äußerte sich Martina Maaßen, Fraktionsvorsitzende der Grünen. "Wir verlieren unsere Miteigentümerschaft und stärken RWE noch mehr." Nun habe Viersen überhaupt nichts mehr in der Hand, sondern sitze lediglich "im Kaffekränzchen des Aufsichtsrates".

Bürgermeister Günter Thönnessen betonte, dass man genau beobachte, was passiere. "Wenn man sich in größere Verbünde gibt, hat das natürlich mit Einschränkungen zu tun", sagte Thönnessen. Allerdings sei Regionalpolitik unbedingt notwendig.

"Als ich Bürgermeister wurde, bestand zwischen Mönchengladbach und Viersen Sprachlosigkeit." In der Fusion sieht Thönnessen ein "Lehrstück für andere Gebiete". Deshalb werde er das Gespräch mit Gladbachs Oberbürgermeister Norbert Bude suchen, um die Zusammenarbeit auszudehnen.

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