Ein 16-Jähriger soll 2016 und 2017 insgesamt drei Raube mit einer Schusswaffe in Viersen begangen haben. Der Täter soll sich die Tatorte bewusst in seinem nahen Wohnungsumfeld gesucht haben.

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Viersen. Nach monatelangen intensiven Ermittlungen und Auswertungen gesicherter Tatortspuren gelang den Ermittlern der Polizei die Festnahme eines 16-jährigen Tatverdächtigen. Ihm werden drei bewaffnete Raubüberfälle in Süchteln zur Last gelegt.

Jeweils im Dezember 2016 und im Februar 2017 raubte ein Mann mit einer Schusswaffe einen Kiosk in Viersen Süchteln aus. Im April 2017 hatte ebenfalls ein maskierter Mann ein Geldinstitut in Süchteln auf die gleiche Art und Weise ausgeraubt. Nun ist der Mann, der für alle drei Taten in Süchteln verantwortlich sein dürfte, gefasst und dem Richter vorgeführt.

Eingesetzte Polizisten nahmen den 16-jährigen Tatverdächtigen am Dienstagmorgen vorläufig fest. Der Jugendliche stammt aus Süchteln und legte im Anschluss an seine Festnahme ein umfassendes Geständnis ab. Er gestand die beiden Fälle des schweren Raubes auf den Kiosk in Süchteln, den schweren Raub auf das Süchtelner Geldinstitut und zusätzlich eine räuberische Erpressung, die er zusammen mit einem Freund im Juni 2017 in einer Krefelder Tankstelle begangen hatte. Dabei stellte sich heraus, dass er sich bewusst Objekte in seinem direkten Wohnungsumfeld suchte.

Nach eigener Aussage hätte er allerdings nie jemanden verletzen wollen und die Taten begangen, um seine Glückspielsucht zu finanzieren. Nun ist abzuwarten, wie der Richter die Taten und seine Aussagen bewerten wird. Zunächst bleibt der 16-jährige arbeitssuchende Schulabgänger erstmal in Untersuchungshaft.

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