Hirsche sind eine Zier in jedem Wald. Doch zuviele von ihnen schaffen Ungemach. Das belegt die Auseinandersetzung im Brachter Wald. Über Jahre hinweg ist der Bestand ganz offensichtlich mit Billigung der Behörden dramatisch angestiegen - solange, bis Tiere verhungert sind. Das darf nicht sein.

Doch dass sich die NRW-Stiftung nun aufspielt quasi als Alleinvertreter von Natur- und Tierinteressen, lässt den aufmerksamen Beobachter ein wenig ungläubig staunen. Die betroffenen Flächen im Brachter Wald befinden sich in weiten Teilen im Besitz der NRW-Stiftung, sie gehörte wie Jagdbehörde, Biologische Station, Bezirksregierung und Forstamt der "Projektsteuerungsgruppe" an, die für die Entwicklung des Naturschutzgebietes verantwortlich ist.

Wer sich dann hinstellt und sagt, wir haben davon nichts gewusst, muss sich vorwerfen lassen, nicht richtig hingeguckt zu haben. Wer darüber hinaus versucht, den Schwarzen Peter anderen in die Schuhe zu schieben, handelt verwerflich.

Diese auf Krawall gebürstete Auseinandersetzung ist eines Naturschutzgebietes unwürdig; eine Stiftung hat für Ausgleich zu sorgen. Dieser Aufgabe muss sich ihr Präsident stellen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer