Das Viersener Jugendamt schult Frauen mit Hilfe einer Ernährungsexpertin.

Wollen sich verstärkt um das Thema Ernährung kümmern: (v.l.) Christa Sachs, Beate Brand (beide Stadt Viersen) und Ursula Fiering (Niederrheinwerke).
Wollen sich verstärkt um das Thema Ernährung kümmern: (v.l.) Christa Sachs, Beate Brand (beide Stadt Viersen) und Ursula Fiering (Niederrheinwerke).

Wollen sich verstärkt um das Thema Ernährung kümmern: (v.l.) Christa Sachs, Beate Brand (beide Stadt Viersen) und Ursula Fiering (Niederrheinwerke).

Wollen sich verstärkt um das Thema Ernährung kümmern: (v.l.) Christa Sachs, Beate Brand (beide Stadt Viersen) und Ursula Fiering (Niederrheinwerke).

Viersen. Zu viele süße Riegel und zu viele süße Joghurts auf dem Frühstückstisch oder im Schultornister - das sind zwei Beispiele aus dem Alltag, die Christa Sachs Kopfzerbrechen bereiten. "Leider werden Kinder von ihren Eltern viel zu ungesund ernährt", sagt die Mitarbeiterin beim Jugendamt der Stadt Viersen.

Angeboten werden Vorträge und Kochkurse

In Zusammenarbeit mit Ursula Fiering, Ernährungsberaterin bei den Niederrheinwerken, will die Behörde nun versuchen, das zu ändern. Im Rahmen einer regelmäßigen Weiterbildung von Tagesmüttern hält die Expertin Ernährungsvorträge und gibt Kochkurse.

Die erste Veranstaltung dieser Art, "Gesunde Ernährung mit frischen Zutaten - schnell zubereitet", fand kürzlich im Stadthaus statt; die Niederrheinwerke hatten dafür ihr Kochstudio zur Verfügung gestellt.

Auf dem Programm standen neun gesunde und leckere Rezepte: von der Minestrone über einen vegetarischen Hackbraten bis hin zu Apfel-Muffins und Möhren-Zucchini-Apfel-Kuchen.

In kleinen Gruppen wurde geschnippelt, püriert und gekocht. Die teilnehmenden Tagesmütter sind zwischen 28 und 60 Jahre alt und betreuen beruflich - in der Regel neben dem eigenen Nachwuchs - bis zu fünf Kinder.

Sie sollen nun als "Multiplikatoren" in den Familien ihre Kenntnisse weitergeben. Sachs: "Wir wollen das Thema nicht nur bei den Tagesmüttern ,warmhalten’."

Dabei ist sie sich durchaus bewusst, wie heikel dieses Vorhaben ist - schließlich sollen sie Eltern Ratschläge geben, was diese bei der Ernährung ihrer Kinder womöglich besser machen könnten. Sensibilität sei daher wichtig. "Es geht eher um Anregungen", betont Sachs.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer