Brauchtum: Ein Traum ist für Wolfgang Genenger in Erfüllung gegangen: Der Süchtelner wurde zum Bundesmeister im Bistum Aachen gewählt.

Süchteln. Sein Herz schlägt für das Brauchtum, seit Jahrzehnten schon. Das zeigt sich unter anderem daran, dass Wolfgang Genenger aus Süchteln, der der St.Notburga-Schützenbruderschaft im Rahser angehört, mit vollem Einsatz Schützenbruder ist.

Am Montagabend muss es daher eine wahre Sternstunde für den vielfältig engagierten Brauchtumspfleger gewesen sein, als er in Hückelhoven-Baal zum neuen Diözesanbundesmeister im Bistum Aachen im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften gewählt wurde und damit Kurt Bongard aus Simmerath in der Eifel ablöste. Der 46-Jährige ist nun Chef von rund 65000 Schützen in 430Schützenbruderschaften und 32 Bezirksverbänden - eine gewaltige ehrenamtliche Aufgabe.

Doch Genenger kann auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen: Er hat die Notburgaschützen als Brudermeister geführt und war Jubiläumsschützenkönig im Rahser. Er ist Bezirksbundesmeister im Verband Viersen-Stadtmitte, ein Amt, das er allerdings im Januar aufgeben wird. Nach seinen Vorstellungen soll Hans-Willi Pergens von den Oberbebericher Hubertusschützen sein Nachfolger werden.

Und außerdem war Wolfgang Genenger bislang schon stellvertretender Diözesanbundesmeister. Mit Franz Rosenberger aus Schwalmtal, der als Nachfolger von Genenger für den Bereich Nord gewählt wurde, hat er nun einen Stellvertreter aus der Kreis-Nachbarschaft an seiner Seite.

Seine Frau Steffi "zieht da bestens mit", versichert Genenger in Anbetracht der vielen ehrenamtlichen Aufgaben. Denn er ist nicht nur Schützenbruder, sondern zu jeder Jahreszeit für die Pflege des Brauchtums im Einsatz. Seit Jahrzehnten erfreut er Jung und Alt als St. Martin und Nikolaus - wieder am 6. Dezember ab 14 Uhr an St. Remigius.

Der Vater einer Tochter und eines Sohnes war 2002 außerdem Karnevalsprinz in Viersen, bei den Roahser Jonges fungiert er als Sitzungspräsident.

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