„Alles im grünen Bereich“ heißt die Kampagne der Stadt Straelen. Dafür wurde sie jetzt in Dortmund geehrt.

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So sieht sie aus, die grüne Couch von Straelen. Damit gewann die Stadt jetzt bei einem Marketing-Wettbewerb.

So sieht sie aus, die grüne Couch von Straelen. Damit gewann die Stadt jetzt bei einem Marketing-Wettbewerb.

So sieht sie aus, die grüne Couch von Straelen. Damit gewann die Stadt jetzt bei einem Marketing-Wettbewerb.

Straelen. Am Anfang war nur ein grünes Sofa. Jetzt gibt es dafür einen dicken Preis. Die Stadt Straelen ist für ihre Marketing-Kampagne "Alles im grünen Bereich" ausgezeichnet worden.

Beim bundesweiten Wirtschaftsförderungswettbewerb "Erfolg" des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU) erhielt die Stadt den zweiten Preis - hinter Rostock und vor Bremerhaven.

"Wir sind eine grüne Oase."

Johannes Giesen, Bürgermeister

35 Projekte aus ganz Deutschland nahmen an dem Wettbewerb teil. Und Straelen überzeugte die Juroren, weil es gelungen sei, mit kleinem Budget und Beharrlichkeit eine hohe Standortidentität aufzubauen. "Straelen hat sich klar fokussiert auf Gartenbau und Agrobusiness und damit neue Unternehmen dieser Branche in der Region angesiedelt", sagt Lutz Mackebrandt vom BDU und Mitglied der Jury.

Der Wettbewerb der Regionen werde durch optimale Vermarktung entschieden, sagte Mackebrandt bei der Preisverleihung in Dortmund. Deshalb sei es wichtig, sich auf seine Stärken zu konzentrieren. Und das sei Straelen sehr gut gelungen.

Seit Jahren bereits setzt die kleine Stadt Straelen (knapp 16 000 Einwohner) auf ihren Slogan "Alles im grünen Bereich". Im Mittelpunkt steht dabei eine Couch aus Gras - das Symbol schlechthin für die grüne Stadt Straelen. "Schon seit 2001 ist das unser Slogan und Erkennungszeichen", sagt Uwe Bons von der städtischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft.

"Alles im grünen Bereich" heißt der Slogan der Stadt Straelen. Damit wirbt die Stadt seit 2001.

Das Standortmarketing-Projekt wurde vom Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) mit einem 2. Preis ausgezeichnet hinter Rostock und vor Bremerhaven. Die Stadt Straelen habe sich klar auf Gartenbau und Agrobusiness fokussiert und damit neue Unternehmen angesiedelt.

Am Niederrhein haben sich 49 Unternehmen, Kammern, Kreise, Wirtschaftsförderungen zur Agrobusiness-Region zusammengeschlossen. Allein in Straelen gibt es 313 Gartenbaubetriebe, am gesamten Niederrhein sind es rund 6200. Durch den Zusammenschluss soll die Agrar- und Ernährungswirtschaft am Niederrhein ausgebaut werden. Vorsitzender ist der Straelener Bürgermeister Johannes Giesen.

Schon früher trug Straelen den Beinamen "Blumenstadt". Aber dann habe man sich entschlossen, bei der Wirtschaftsförderung ganz auf den Faktor Agrar zu setzen. Die Kühne KG mit ihren Konserven und Tiefkühlspezialist Bofrost hatten ihre Zentralen bereits in Straelen. Mit der Ansiedlung der Vermarktungsgesellschaft Landgard begann die Expansion. Im Zuge des Blumenversteigerers kamen größere und kleinere Firmen nach Straelen, allen voran Bonduelle. "Wir sind eine grüne Oase" sagt Bürgermeister Johannes Giesen.

Die Zahlen geben ihm Recht. Die Arbeitslosenquote ist gering, liegt bei nur 5,4 Prozent. Es gibt deutlich mehr Menschen, die zum Arbeiten nach Straelen kommen, als Auspendler. Die Kaufkraft der Einwohner ist in den letzten Jahren angestiegen, die Arbeitsplatzdichte ist die höchste aller Städte im Kreis Kleve.

Dazu hat die Stadt beigetragen. Sie hat die geringsten Steuersätze in NRW. Das fällt offensichtlich auf fruchtbaren Boden: Während im Land der Anteil der Kinder und Jugendlichen bis zu 17 Jahren bei 19 Prozent liegt, sind es in Straelen 25 Prozent.

Also alles im grünen Bereich, meint Bons: "Die Auszeichnung mit dem Marketingpreis ist eine Bestätigung unserer Arbeit. Wir sind auf dem richtigen Weg."

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