Vier Stücke bekamen die Zuschauer bei der Orpheumssitzung zu sehen. Weitere Aufführungen folgen.

„Aat Dölker Stöckske“ war eines von vier Stücken bei der Orpheumssitzung.
„Aat Dölker Stöckske“ war eines von vier Stücken bei der Orpheumssitzung.

„Aat Dölker Stöckske“ war eines von vier Stücken bei der Orpheumssitzung.

Franz-Heinrich Busch

„Aat Dölker Stöckske“ war eines von vier Stücken bei der Orpheumssitzung.

Dülken. Nach einer rauschenden Silvesternacht mit einer gelungenen Premiere freute sich Präsident Günther Kamp mit seinen Akteuren der Großen KG Orpheum am Samstag über ein Publikum, das aufmerksam und intensiv dem teilweise turbulenten Geschehen auf der Bühne, den lustigen und deftigen Sketchen folgte und immer wieder stehend „sein“ Orpheum mit einem Riesenapplaus feierte. Vier Bühnenstücke fesselten die Zuschauer fünf Stunden lang, denn jedes der Stücke entführte in bekannte Welten.

Blinde Preisrichter und psychisch seltsame Jungzüchter

So das „Aat Dölker Stöckske“, mit dem André Schmitz eine „Kaninchenausstellung in Dölke“ mit Siegern und Verlierern – nicht die Kaninchen, sondern die Menschen – ausrichtet: den Neidern, einem blinden Preisrichter, einem psychisch etwas seltsamen Jungzüchter, einem eingebildeten Bürgermeister-Ehepaar und einem von den Ereignissen überrumpelten Viersener Herrn Sauerbrei.

Komische wie nachdenkliche Campingplatz-Gespräche

Gemeinsam mit seinem seit 45 Jahren im Orpheum aktiven Vater Klaus schrieb Marcus Büschges die „Klaustrophonie – das Beste aus 45 Jahren“, in der er selber als Robbie Williams brillierte. Die beiden Zauberer Martin Recker und André Schmitz brachten es fertig, dass man in dem voll besetzten Bürgerhaus eine Stecknadel hätte fallen hören können. Viele Lacher begleiteten Didi Wüllenweber und Helmut Schäfer, die zwei total Besoffene spielten.

Wer jemals auf einem Campingplatz Ferien gemacht hat, fühlte sich in „Orpheums Camping“ sofort heimisch. Martin Recker zeigte die dort typischen Gespräche über Ehe und Sex und die ewigen Streitereien untereinander und mit dem Platzwart – herrlich komisch und doch auch nachdenklich stimmend.

Das Schlussstück hieß „Orpheum’s Après Ski“. Es ließ keine Promis aus. Die Neu-Autoren Dietmar Creutz, Hans-Walter van den Bergh und Markus Stolzenberg setzten alle in Szene, die durch Fernsehen bekannt und berühmt sind: von Ulli Hoeneß über Conchita Wurst, die verrückten Geissens und Boris Becker bis zu unserer Bundeskanzlerin, die sich sichtlich wohl fühlte in dem Promi-Haufen.

Die Chorsänger wurden ebenso gefeiert wie die Orpheums-Band Clockwise, der musikalische Leiter Hans-Peter Faßbender und Angelo Pirisino, der erstmals alleine die Bühnenbilder gestaltete.

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