Das Land NRW will in türkischen Familien aufklären – unterstützt wird das Projekt vom Süßwarenhersteller Mars in Viersen.

Kooperation
Besonders in türkischstämmigen Familien gibt es viele übergewichtige Kinder. Dagegen will das Land NRW nun etwas tun.

Besonders in türkischstämmigen Familien gibt es viele übergewichtige Kinder. Dagegen will das Land NRW nun etwas tun.

dpa

Besonders in türkischstämmigen Familien gibt es viele übergewichtige Kinder. Dagegen will das Land NRW nun etwas tun.

Viersen. Gerade in türkischstämmigen Familien gibt es einen hohen Anteil an übergewichtigen Kindern und Jugendlichen. Dagegen will das Verbraucherschutzministerium Nordrhein-Westfalen etwas tun und hat sich dafür einen – auf den ersten Blick – ungewöhnlichen Partner ins Boot geholt: den Süßwarenhersteller Mars, der an seinem Standort am Industriering in Mackenstein rund 600 Mitarbeiter beschäftigt.

Das Ministerium freut sich, mit Mars einen Sponsor zu haben

Das Verbraucherschutzministerium ist froh, dass Mars die Aktion finanziell unterstützt, sagt Sprecher Wilhelm Deitermann: „Es besteht eine Kooperation über die Plattform Ernährung und Bewegung. So kam die Verknüpfung zustande.“ Einen Interessenkonflikt gebe es nicht. Oft unterstützten Firmen aus der Lebensmittelindustrie Projekte – mit Werbung für ihre Produkte habe das nichts zu tun. Auch wenn man sich bewusst sei, dass Firmen ein solches Engagement aus Imagegründen zeigen.

„Als ortsansässiges Unternehmen liegt uns das Land Nordrhein-Westfalen besonders am Herzen und wir freuen uns, Teil der Initiative zu sein“, sagt Thomas Bittinger, Geschäftsführer von Mars Chocolate Deutschland. Für Mars ist das Engagement nicht ungewöhnlich. Schon lange habe man sich das Thema Bewegung und gesunde Ernährung auf die Fahne geschrieben.

Im Internet gibt es Portale mit Tipps zum „verantwortungsvollen Umgang mit Süßwaren“ auch in türkischer Sprache. In Zusammenarbeit mit dem Kreissportbund Viersen wurden im vergangenen Jahr Frauen mit Zuwanderungsgeschichte als „Botschafterin schwer mobil“ ausgebildet.

Zweisprachige Fachkräfte können sich noch bewerben

Im ersten Schritt der neuen Initiative werden ab Februar zweisprachige Lehrer, Ärzte, Ernährungs- und Bewegungsfachkräfte geschult. Ihr Wissen geben sie in Kursen an türkische Eltern weiter. In Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale NRW wurden ein Konzept und Materialien entwickelt. Es werden noch Fachkräfte gesucht. Anmeldung ist bis Ende Januar möglich.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer