Das Interesse hat stark nachgelassen. Das Gesundheitsamt sammelt deswegen nun die Anfragen.

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Nur noch wenige Menschen wollen sich impfen lassen.

Nur noch wenige Menschen wollen sich impfen lassen.

Nur noch wenige Menschen wollen sich impfen lassen.

Kreis Viersen. 26. Oktober 2009: 90Menschen lassen sich zum Start der Aktion im Kreis-Gesundheitsamt gegen die so genannte Schweinegrippe impfen. Eine Woche später: Über 600 Menschen an einem Tag verzeichnet die Haupt-Impfstelle in Viersen.

Das Telefon des Gesundheitsamts steht nicht still, Ärzte müssen den "Impf-Marathon" bewältigen - die Schweinegrippe dominiert das öffentliche Leben.

"In der vergangenen Woche hatten wir 15 Leute, die sich impfen lassen wollten."

Martina Kruß vom Gesundheitsamt

Und heute, rund zwei Monate später? "In der vergangenen Woche hatten wir 15 Leute, die sich impfen lassen wollten", sagt Martina Kruß, Leiterin des Kreis-Gesundheitsamts. Vor Weihnachten seien es immerhin noch rund 15pro Tag gewesen.

Doch auch wenn die Zahl der Erkrankungen sinkt, bezeichnet sie den Piks gegen die Neue Influenza "nach wie vor für sinnvoll". Begründung: "Die erste Erkrankungswelle ebbt derzeit ab. Trotzdem kann es zu einem erneuten Anstieg von Neuinfektionen kommen. Dies ist im Laufe einer Pandemie nicht ungewöhnlich."

Daher geht die Impf-Aktion im Kreis Viersen unvermindert weiter, auch in den beteiligten Arztpraxen. Allerdings gibt es organisatorische Änderungen: "Wir bieten keine öffentlichen Impf-Sprechstunden mehr an, sondern vergeben Termine", erklärt Kruß.

Das Kreis-Gesundheitsamt nimmt Impf-Wünsche unter Tel. 02162/391693 entgegen.

Anfragen werden gesammelt, um dann einmal wöchentlich zu impfen. Eine angebrochene Einheit des Grippe-Schutzes reicht für zehn Impfungen innerhalb von 24 Stunden. Schwangere, für die es einen speziellen Impfstoff gibt, sollen sich an ihre gynäkologische Praxis wenden.

Seit Ende Oktober wurden insgesamt 20.700 Dosen im Kreis "verimpft". Ungefähr 15000 Dosen des Impfstoffes, anderthalb Jahre haltbar, sind noch auf Lager. "Wir haben nach bestem Wissen und Gewissen bestellt", kommentiert Martina Kruß diese hohe Zahl. Es sei nicht abzusehen gewesen, dass die Nachfrage so abrupt abbreche. Sie vermutet, dass die Menschen plötzlich mehr Angst vor der Impfung als vor der Grippe gehabt hätten.

Der inzwischen beigelegte Streit um zuviel bestellten Impfstoff hatte den Kreis laut Martina Kruß nicht betroffen. Zwischen dem Pharmahersteller und den zuständigen Bundesländern wird es wahrscheinlich einen Storno-Kompromiss geben.

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