Zum Vorfall am Rathausmarkt werden unterschiedliche Versionen geschildert.

Am Rathausmarkt fielen am 4. Juli Schüsse.
Am Rathausmarkt fielen am 4. Juli Schüsse.

Am Rathausmarkt fielen am 4. Juli Schüsse.

Jungmann

Am Rathausmarkt fielen am 4. Juli Schüsse.

Viersen. An den 4. Juli dieses Jahres wird sich Ökkes B., Imbissbudenbesitzer aus Viersen, wohl immer erinnern. Ein Schuss traf ihn an diesem Tag in den Fuß, ein weiterer ins Hinterteil. Der zweite Schuss verursachte auch eine schwere Enddarmverletzung.

Geschossen hat – so viel ist nach zwei Prozesstagen vor dem Mönchengladbacher Landgericht klar – Seyho H. (51) aus Wuppertal. Sein Anwalt hatte das gleich zu Prozessbeginn erklärt, am Mittwoch bestätigte es der Mann auf der Anklagebank. Allerdings will er nur zwei- und nicht, wie angeklagt, dreimal abgedrückt haben.

Von einem illegalen Spielclub ist die Rede

Aber auch, dass er sein Opfer von dessen Imbissbude quer über den Viersener Rathausmarkt bis zum Kaiser’s-Markt verfolgt habe und den Mann dort, als er schon am Boden lag, noch einmal hochgezerrt und geschlagen habe, gab er zu.

Auf unterschiedliche Weise schildern die beiden Männer, wie es zu der Meinungsverschiedenheit überhaupt gekommen sei. „Spielschulden“, die eine Rolle gespielt hätten, wies der Angeklagte weit von sich. Es habe sich um ein „ganz normales“ Darlehen gehandelt. Das allerdings sei in einem illegalen Spielclub ausgezahlt worden. Man habe dort gemeinsam gesessen, als das Opfer auf einmal kein Geld mehr gehabt habe, um weiter mitzuspielen.

Da es dort aber nur um Bares gehe, habe Ökkes B. ihn gefragt, ob er ihm 1200 Euro leihen könne, berichtete der Angeklagte. Und genau das habe er getan – vor über drei Jahren. Und er habe nie einen Cent zurückerhalten. B. hält dem entgegen, er habe schon 900 Euro zurückgezahlt, und dann nichts mehr von dem Wuppertaler gehört.

Uneinig sind sich die beiden Männer auch, wer die „50 000“ Euro in den Mund genommen habe, die am Rathausmarkt als Schuld genannt worden seien. Seyho H. will sie nicht gefordert haben, vielmehr habe sein Opfer sie ihm flehend angeboten.

Unter anderem zu dieser Frage werden am Donnerstag weitere Zeugen gehört. Ein Urteil wird im Januar erwartet.

Der habe dann am 4. Juli vor der Tür gestanden und 10 000 Euro verlangt, als Strafzinsen. Da habe er auf ihn losgehen wollen, um ihn zu verprügeln – und den Schuss in den Fuß bekommen, der zu der Verfolgungsjagd über den Rathausplatz führte.

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