Nach drei Jahren hat der US-Investmentfonds Cerberus Capital Management den Rathausmarkt an eine Privatperson verkauft. Händler hoffen nun darauf, dass in die Einkaufspassage investiert wird.

Es muss sich dringend etwas tun im Rathausmarkt. Aktuell steht mehr als die Hälfte des Gebäudes leer.  Archiv
Es muss sich dringend etwas tun im Rathausmarkt. Aktuell steht mehr als die Hälfte des Gebäudes leer. Archiv

Es muss sich dringend etwas tun im Rathausmarkt. Aktuell steht mehr als die Hälfte des Gebäudes leer. Archiv

Reichartz

Es muss sich dringend etwas tun im Rathausmarkt. Aktuell steht mehr als die Hälfte des Gebäudes leer. Archiv

Viersen. Die gut 9000 Quadratmeter große Einkaufspassage Rathausmarkt in Viersen hat einen neuen Eigentümer. Ein Privatmann erwarb die 1982 eröffnete Immobilie jetzt vom US-Investmentfonds Cerberus Capital Management, zu der neben den Ladenlokalen auch mehr als 150 Tiefgaragenplätze, Wohnungen, Büro- und Praxisflächen im ersten Obergeschoss sowie der Komplex des ehemaligen Kinos gehören. Drei Jahre gehörte der Rathausmarkt dem New Yorker Unternehmen.

Investor will sich kommende Woche im Rathaus vorstellen

In der kommenden Woche will sich der Investor im Viersener Rathaus vorstellen. Denkbar, dass er dann dort auch erstmals über seine Pläne sprechen wird. Er soll bereits ein Einkaufszentrum im Bergischen Land übernommen und modernisiert haben. Auf eine Revitalisierung hoffen nicht zuletzt die Viersener Einzelhändler, die sich durch den Eigentümerwechsel eine Belebung des Rathausmarktes versprechen. Nach der Schließung des Kinos und dem Auszug der Kaiser’s- und Schlecker-Filialen vor vier Jahren steht aktuell mehr als die Hälfte des Rathausmarktes leer. Allein die Fläche des Supermarktes macht gut 2000 Quadratmeter aus. Schlaglöcher in der Tiefgarage belegen, dass sich der vorherige Eigentümer seit längerem nicht um den Zustand seines Objektes gekümmert hat.

Groß waren vor drei Jahren die Ankündigungen des von Cerberus mit der Verwaltung des Objektes beauftragten Unternehmens Acrest. Man werde einen Millionenbetrag investieren, hieß es damals, geplant sei, die leeren Räumlichkeiten des Supermarktes vollständig zu vermieten. Auch eine Komplett-Überdachung der Rathausgasse war in der Überlegung. Passiert ist seither nichts.

Cerberus hatte den Rathausmarkt als Teil eines Pakets gekauft, zu dem acht weitere Einkaufszentren gehörten. Die Gesamtkaufsumme betrug damals 65 Millionen Euro. Experten gehen davon aus, dass der Wert des Rathausmarktes seitdem weiter gesunken ist – nicht zuletzt, weil wenig investiert wurde und nun das Ende von Mietverträgen näher rückt. Bereits vor der Übernahme durch Cerberus befand sich die Einkaufspassage in keinem guten Zustand. „Schlimmer, als es heute ist, kann es nicht werden“, sagte FDP-Ratsherr Werner Dingel damals.

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