Spende-Aktion soll schwer kranken Menschen nützen.

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Auch Borussenspieler Marco Reus nimmt an der Typisierungsaktion teil.

Auch Borussenspieler Marco Reus nimmt an der Typisierungsaktion teil.

Auch Borussenspieler Marco Reus nimmt an der Typisierungsaktion teil.

Mönchengladbach. Der fünfjährigen Kübra und der zweijährigen Kadir läuft die Zeit davon. Die beiden Mädchen leiden unter Mittelmeeranämie, einer lebensgefährlichen Erkrankung des Blutsystems. Sie benötigen dringend Stammzellenspenden, wenn sie eine natürliche Lebenserwartung erlangen wollen.

Menschen vom Niederrhein sollen sich nun gegen das Schicksal der kranken Kinder stemmen. Die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) ruft zur Spende auf. Und das mit prominenter Unterstützung: Borussia-Jungstar Marco Reus warb am Dienstag dafür, sich an der Aktion zu beteiligen. Als Schirmherren fungieren der türkische Generalkonsul Firat Sunel und der Gladbacher Bundestagsabgeordnete Günter Krings.

Typisierungsaktion am Sonntag in Mönchengladbach

Am Sonntag, 21. März, ist es dann soweit: Zwischen 11 und 17Uhr kann man sich bei der Paritätischen in Mönchengladbach, Friedhofstraße 39, in einer entsprechenden Spender-Datei registrieren zu lassen.

Die Spende-Initiative angestoßen hatte der Gladbacher Reyhan Günay. In Presseberichten erfuhr er vom Leiden Kübras, die in Herborn wohnt, und Kadirs, die in Rotenburg an der Wümme lebt. Daraufhin wandte sich Günay an die DKMS, die den Aufruf in die Wege leitete.

Bei der Aktion soll es jedoch nicht nur um die beiden Einzelschicksale gehen. Ganz grundsätzlich soll in der Bevölkerung das Bewusstsein dafür geschärft werden, wie sehr Stammzellenspenden Not tun, um schwer kranken Menschen zu helfen.

Bislang sind in Deutschland etwa drei Millionen Spenderdateien angelegt, auf die bei Krankheitsfällen - meist Leukämie - zurückgegriffen werden kann. Doch es könnten noch viel mehr sein. "Die Stammzellen mancher Menschen weisen genetisch sehr seltene Merkmale auf", erklärt DKMS-Sprecherin Yasemin Aydin. Je mehr Dateien vorlägen, desto höher sei auch die Wahrscheinlichkeit, dass solche Patienten gerettet werden können.

Dabei kann man jederzeit Stammzellen spenden. Eine besonders bequeme Möglichkeit besteht darin, zu Hause mit zwei Wattestäbchen die Wangen abzustreichen und die Stäbchen an die DKMS zu verschicken.

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