Er entsteht im Rahmen der Ausstellung „Künstler auf Reisen“ auf der Festhalle.

Er entsteht im Rahmen der Ausstellung „Künstler auf Reisen“ auf der Festhalle.
Das Dach des Ernst-Klusen-Saals wird zum „Heliport“.

Das Dach des Ernst-Klusen-Saals wird zum „Heliport“.

biro/Montage: Red

Das Dach des Ernst-Klusen-Saals wird zum „Heliport“.

Viersen. Das Kiesdach muss noch abgedeckt, das große „H“, das einen Hubschrauberlandeplatz kennzeichnet, noch aufgemalt werden. Doch die Beleuchtung ist schon montiert: Im Ring werden künftig gelbe und rote Lämpchen auf dem Dach des Ernst-Klusen-Saals der Festhalle am Hermann-Hülser-Platz in Viersen anzeigen, dass dort Hubschrauber landen können. Die fiktive Fluggesellschaft Ingold Airlines, ein Kunstprojekt des Künstlers Res Ingold, richtet auf dem Dach einen Landeplatz für Helikopter ein.

Bei einer Pressekonferenz erläuterte Professor Res Ingold gestern das Vorhaben. Der 63-Jährige lehrt an der Akademie der Bildenden Künste München. 1982 gründete der Konzeptkünstler die fiktive Fluggesellschaft, die imaginäre Reisen anbietet. Was passt besser zum Thema „Künstler auf Reisen“, Titel der aktuellen Ausstellung in der Städtischen Galerie im Park?

Im Themenjahr „unterwegs“ des Kulturraums Niederrhein zeigt die Galerie ab Sonntag Arbeiten des aus Süchteln stammenden Malers Emil Flecken (1890-1981), der ausgedehnte Reisen unternahm, unter anderem nach Algerien und Angola. Heinrich Mosterz (1884-1975) aus Dülken war als Kolonialbeamter in Ostafrika. Ihren Reisebildern stellt Jutta Pitzen, Leiterin der Galerie, Arbeiten zeitgenössischer Künstler gegenüber – Malerei der aus Grefrath stammenden Künstlerin Monika Lassak sowie den Mythos-Grill des Bochumers Matthias Schamp.

Auch der Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach verweist auf die Idee von Künstlern, die auf Reisen gehen. Wie Ingold gestern berichtete, habe die Stadtverwaltung angefragt, ob er dort nicht einen Heliport einrichten könnte – Viersen benötige mehr Aufmerksamkeit.

Die Glasfront an der Festhalle hat auch einen neuen Schriftzug erhalten, der auf den Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach verweist: „Ferdinand Emmerich Heliport“, benannt nach dem in Viersen-Hamm geborenen Forscher und Reiseschriftsteller (1858-1930).

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