Kinder arbeiteten zusammen mit Kunststipendiat Jan Michel Harmening.

Projektwoche
Kunstwesen entstanden im Ferienworkshop in Viersen. Kunststipendiat Jan Michel Harmening (r.) hat die jungen Künstler beim Projekt betreut.

Kunstwesen entstanden im Ferienworkshop in Viersen. Kunststipendiat Jan Michel Harmening (r.) hat die jungen Künstler beim Projekt betreut.

Jörg Knappe

Kunstwesen entstanden im Ferienworkshop in Viersen. Kunststipendiat Jan Michel Harmening (r.) hat die jungen Künstler beim Projekt betreut.

Viersen. Mit Gips, Pappe, Pinsel, Farbe und ein paar kleinen elektronischen Dingen waren die Teilnehmer des Ferienworkshops im Atelier der Alten Lateinschule in Viersen gleich zu begeistern. Unter der Anleitung des Kunststipendiaten (Maler und Bildhauer) Jan Michel Harmening (29) aus Berlin wurde ein Dutzend Kinder von 11 bis 14 Jahren zu kleinen Künstlern.

Die Nachwuchskünstler hatten viel Spaß und genossen das künstlerische Spiel sichtlich. Das wurde auf der Vernissage deutlich. Antonia (11) spielt seit fünf Jahren Geige. Eines ihrer Instrumente brachte sie mit in die Alte Lateinschule, wo dieses bunt verziert und mit LED-Licht ausgestattet wurde. Außerdem erhielt die Geige einen kleinen Motor, der eine Saite anschlug. „So bunt war sie noch nie“, fand Antonia und war begeistert.

Jule (11) und Marie (11), die beide das Albertus-Magnus-Gymnasium in Dülken besuchen, formten ein Herz aus Pappe und schufen „Leben mit LED-Licht“. Übereinstimmend meinten sie: „Eine solche Woche muss wiederkommen.“ Sie berichteten von einer „tollen Atelieratmosphäre“, die sie anzog und vom Verständnis von Jan Michel. Er hatte unter anderem die Frage in den Raum gestellt, ob „elektronische Schafe träumen können“.

Programme geschrieben für Blumenwiese oder Geige

Die große Auswahl der Materialien kam sehr gut an bei den jungen Künstlern. Kennard (13), der in Dülken das Clara-Schumann-Gymnasium besucht, war der „technische Künstler“ der Projektwoche und hat für die Kunstwerke verschiedene Programme geschrieben. So auch für die bewegliche Blumenwiese oder die Geige. „Wir hätten noch ein wenig mehr Zeit gebraucht“, sagte er.

Wenn auch in die Kunstwerke die Technik Einzug hielt, so gab es dennoch am stattlichen Puppenhaus einen Lastenaufzug, den man mittels Seiltechnik auch schon vor 100 Jahren einsetzte.

Die Kunstwerke begeisterten die Besucher bei der Vernissage am Freitag, auch wenn das ein oder andere elektronische Teilchen ausfiel.

Die Kunstwesen entstanden im Rahmen des „Kulturrucksack NRW“. Dieses Programm öffnete Türen zu Kunst- und Kulturerlebnissen. Und dabei werden schlummernde Talente entdeckt.

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