Kreis Viersen: Voller Einsatz gegen den Schnee

Viel Arbeit für die Mitarbeiter des Kreis-Bauhofs: eine erste Bilanz.

Kreis Viersen. In Krefeld und Mönchengladbach gab es in den letzten Tagen zum Teil massive Beschwerden darüber, dass nicht gut genug gestreut und geräumt worden sei. Im Kreis Viersen dagegen hielt sich die Zahl der Glätteunfälle in erfreulichen Grenzen. Und mit Ausnahme des dichten Nebels - die Sichtweiten lagen teilweise nur bei zehn Metern - in der Nacht zu gestern hinderte auch kaum etwas die Autofahrer an der freien Fahrt.

"In den Städten ist es auch schwieriger zu räumen", sagt Dieter Kumstel. Er ist Leiter des Amtes für technischen Umweltschutz und Kreisstraßen. Die Viersener Kreisstraßen dagegen seien zum größten Teil sehr ländlich. "In den Städten parken überall Autos am Straßenrand, da wird es schon mal schwer, den vielen Schnee überhaupt irgendwo hinzuschieben."

Trotzdem war es natürlich auch der Einsatz der Bauhof-Mitarbeiter des Kreises, der dafür sorgte, dass alles fast reibungslos läuft. 128 Kilometer Kreisstraßen gibt es, seit Montagnachmittag ist jeder einzelne Kilometer inzwischen fünf Mal abgefahren worden, rund 100 Tonnen Streusalz-Gemisch landete auf den Straßen. Am Montagabend gegen 23 Uhr kamen noch 125 Tonnen neues Streugut auf dem Bauhof an - als Reserve, falls der Winter noch anhalten sollte.

Ziel des Kreises ist es, bis zum Einsetzen des Berufsverkehrs um 6.30 Uhr alles frei zu haben. Dafür beginnt der Dienst bei dieser Witterung auch schon um drei Uhr nachts.

Am Montag, am Tag des ganz großen Schneechaos’, hat die Schneefreiheit bis 6.30Uhr nicht so ganz geklappt, es war 7.30 Uhr, bis die Räumfahrzeuge einmal ganz "rund" waren.

"Danach sind sie aber direkt ein zweites Mal gefahren, um den anfallenden Schneematsch von der Straße zu räumen", berichtet Kumstel. Dieser Schachzug verhinderte, dass bei den eisigen Temperaturen der Matsch wieder gefror und zu Glatteis wurde. So kam es, dass die ein oder andere Überstunde anfiel. Zusätzliches Personal für den Winterdienst gibt es nämlich nicht.

In den vergangenen Tagen lag der Schwerpunkt der Räumarbeiten auf den Radwegen, damit die Schüler zum Schulbeginn gefahrlos vorwärtskamen.

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