Seit Herbst 2009 mehr als 80 Autos aufgebrochen

Kreis Viersen. Der Polizei Viersen sind am frühen Dienstagmorgen drei Männer ins Netz gegangen, die seit September 2009 zwischen 80 und 100 Fahrzeuge aufgebrochen haben sollen. Die polnischen Staatsbürger im Alter von 21, 28 und 41 Jahren entwendeten aus den Autos - vorwiegend VW und Audi - Navigationsgeräte und teilweise auch Airbags. Die Taten geschahen in Dülken, Willich-Schiefbahn und Nettetal-Breyell, ähnliche Einbruchserien wurden auch aus Heinsberg, Moers, Weilerswist, Kaarst und Hilden gemeldet. Die Polizei geht davon aus, dass die Straftaten auf das Konto des Trios gehen.

In den letzten Wochen hatten die Beamten die Suche nach den drei Verdächtigen intensiviert. Offenbar waren die Männer nach den Taten immer wieder nach Polen zurückgefahren. Im Bereich der Kreispolizei Wesel konnte ihre Spur in den vergangenen Tagen wieder aufgenommen werden, als sich dort eine ähliche Einbruchserie ereignete. Da die drei Polen offenbar im Begriff waren, wieder in ihre Heimat auszureisen, entschloss sich die Polizei zum Zugriff.

Auf einer Autobahn bei Recklinghausen wurden die Männer am Dienstagmorgen gegen 3 Uhr vorläufig festgenommen. In dem polnischen Fahrzeug, mit dem die Verdächtigen unterwegs waren, fanden die Beamten passendes Aufbruchwerkzeug, jedoch keine Beute. Die Ermittlungen zum Verbleib der Beute dauern noch an. Am Donnerstagnachmittag sollen die drei Verdächtigen dem Haftrichter vorgeführt werden. Ihnen werden gewerbs- und bandenmäßige schwere Diebstähle aus Kraftfahrzeugen vorgeworfen.

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